Verstoß gegen das Waffengesetz

Polizei-Einsatz auf der Germaniastraße

Lehrte (r/gg). Am Donnerstag voriger Woche, gegen 14.30 Uhr, meldete ein Zeuge der Polizei, dass er soeben auf dem Heimstättenweg zwei Männer beobachtete hätte, die eine Schusswaffe übergeben und anschließend in einem Beutel verborgen hätten. Im Rahmen der sofort eingeleiteten Fahndung mit mehreren uniformierten und zivilen Funkstreifenbesatzungen des Lehrter Kommissariats, der Polizei-Inspektion Hannover und der Zentralen Polizeidirektion Hannover, die sich aufgrund anderer Aufträge in der Nähe befanden, konnten die Personen gegen 16 Uhr aufgrund eindeutiger Personenbeschreibung im Bereich Berliner Allee und Germaniastraße festgestellt werden. Dort wurden sie aufgefordert, sich auf den Boden zu legen. Sie wurden gesichert und durchsucht. Bei den bereits polizeilich bekannten Männern, einem 44- und einem 38-Jährigen aus Lehrte, wurde aber keine Schusswaffe gefunden. In der Folge gab einer der Männer an, dass er eine sogenannte Dekowaffe geschenkt bekommen habe und diese auf direktem Weg nach Hause gebracht hätte. Mit seinem Einverständnis wurde in der Wohnung dann ein Revolver aufgefunden und sichergestellt. Eine Überprüfung der Waffe ergab, dass die Waffe tatsächlich vorschriftsmäßig unbrauchbar gemacht worden war. Dennoch sieht das Waffengesetz vor, dass solche Gegenstände als sogenannte Anscheinswaffen nicht in der Öffentlichkeit geführt dürfen. Die Männer müssen sich nun im Rahmen eines Ordnungswidrigkeitenverfahrens nach dem Waffengesetz verantworten.