„Verlust für Ahlten abgewendet“

Mitarbeiterinnen der Stadtverwaltung, Ahltener Unterstützerinnen und Bürgermeister beim Tag der offenen Tür in der Bücherei-Zweigstelle (von links) Ingrid Klug, Maren Bauer, Birgitt Pawletta, Ines Sedler, Heike Koehler, Klaus Sidortschuk und Martina Schuster. (Foto: Gabriele Gosewisch)

Umbau und Renovierung der Bücherei abgeschlossen, Raum für glückliche Stunden gestaltet

AHLTEN (gg). „Wände, Decke, Fußboden, Regale – es ist wirklich alles neu“, sagte Bürgermeister Klaus Sidortschuk zur Eröffnung der Bücherei-Zweigstelle in der Grundschule, Am Wiesengrund 3. Einen Tag der offenen Tür mit ganztägigem Programm hatte das zuständige Team der Stadtverwaltung zu diesem Anlass vorbereitet. Morgens gab es zunächst eine Lesung für Erstklässler. Schüler des zweiten und dritten Jahrgangs knobelten im Bibliotheksquiz am Vormittag. Eine Lesung von Wolfram Hänel aus dem Buch „Dusty und das Winterwunder“, das er unter dem Pseudonym Jan Andersen geschrieben hat, schloss sich für die Schüler des vierten Jahrgangs an. Ab 14.30 Uhr war die Bücherei für jedermann geöffnet. Und abends gab es Programm für Erwachsene mit der Lesung von Margaretha Ehlvers, stellvertretende Vorsitzende der Bibliotheksgesellschaft Lehrte. Sie las aus einem Buch von Joachim Meyerhoff mit dem Titel „Wann wird es wieder so sein, wie es nie war?“ Wie der Titel schon andeutet, geht es in diesem Roman um Verlust, der manchmal nicht wieder gutzumachen ist, und die Erkenntnis, dass Sehnsucht und Erinnerung an glückliche Stunden bleiben. Die Eröffnung der Bücherei knüpfte an dieselbe Lebensweisheit an. „Es war wunderbar, ich habe heute viele glückliche Kinder erlebt“, berichtete Ortsbürgermeisterin Heike Koehler vom Vormittag, an dem mit den Lesungen für Schüler fröhliche gemeinsame Stunden gestaltet wurden. „Als ich Kind war, habe ich hier auch schon Bücher ausgeliehen. Es wäre ein Verlust, wenn wir die Bücherei nicht hätten“, ergänzte sie, und Bürgermeister Klaus Sidortschuk ist sich sicher, dass „das analoge Buch, das in Händen zu halten ist, das raschelt und nach Papier riecht, eine Zukunft hat - trotz der allgegenwärtigen elektronischen Medien.“ Die „wirtschaftlich gute Lage der Stadt“ mache es möglich, für Ahltener eine Bücherrei vorzuhalten. Investiert wurden in den Umbau rund 40.000 Euro. „Wir können uns das leisten“, betonte er und dankte ausdrücklich den Mitarbeitern der Stadtverwaltung und den ehrenamtlich Engagierten aus der Ortschaft. Er hofft auf eine gute Auslastung, 2.000 Bücher für jeden Geschmack für Leser jeden Alters stehen zur Verfügung, können auch aus der Hauptstelle an der Burgdorfer Straße bestellt werden. „Und das alles für nur zwölf Euro pro Jahr“, sagt der Bürgermeister zum Preis des Bücherei-Ausweises. Dienstags von 15 bis 17.30 und mittwochs von 9 bis 12 Uhr ist die Ahltener Zweigstelle geöffnet. Dann steht Birgitt Pawletta jedem Nutzer mit Rat und Tat zur Seite. Sie ist Bibliothekarin in zweiter Generation. Ihre Mutter, Lieselotte Klamet, hatte die Leitung von der Eröffnung der Ahltener Bücherei im Jahr 1963 bis zu ihrer Pensionierung im Jahr 1995 inne. Strukturelle Änderungen gab es mit der Einweihung der Grundschule im Jahr 1967 und der Eingemeindung Ahltens im Jahr 1974. Beginn des Umbaus und damit Schließung der der alten Bücherei war im Sommer 2017. Klaus Sidortschuk sagt: „Es hat eine Weile gebraucht, aber nun haben wir einen guten Abschluss.“