Verabschiedung des Bürgermeisters

Regionspräsident Hauke Jagau (links) dankte Klaus Sidortschuk für die gute Zusammenarbeit mit einer Fotosammlung. (Foto: Gabriele Gosewisch)

Empfang im Rathaus mit geladenen Gästen

LEHRTE (gg). Ein feierlicher Empfang der Stadtverwaltung bot im Rathaus-Saal den rund 120 geladenen Gästen aus Rat, Verwaltung und Institutionen die Gelegenheit, Bürgermeister Klaus Sidortschuk an seinem letzten Arbeitstag Dank und Grüße zu übermittelt. Stadtrat Uwe Bee erinnerte in seiner Ansprache an den Werdegang des „Cellensers mit der glänzenden Beamtenkarriere“. Berufliche Stationen waren unter anderem das Hannoversche Sozialamt und die Büroleitung des Niedersächsischen Kultusministeriums unter der damaligen Ministerin Renate Jürgens-Pieper. Im Bürgermeisteramt habe Klaus Sidortschuk mit Fortbildungen und Klausurtagungen für die Verwaltungsmitarbeiter für einen Quantensprung in der Personalentwicklung gesorgt. Er habe immer korrekt nach Recht und Gesetz gehandelt, sei gradlinig und immer perfekt vorbereitet gewesen. Bei Wahrung der Würde des Amts habe er durchaus kampfeslustig ist politischen Diskussionen oder in Feierlaune bei geselligen Anlässen Nähe zu den Bürgern gehalten. „Als Führungskraft nach innen zu wirken, wenn Veränderungen anstehen, ist von zentraler Bedeutung. Denn Veränderungen rufen immer Ängste hervor“, so die Ausführung des Regionspräsidenten Hauke Jagau. Die Lehrter Stadtverwaltung habe unter der Führung von Klaus Sidortschuk einen guten Ruf. Die größte Aufgabe eines Bürgermeisters sei, die Gemeinschaft zusammenzuhalten und Kompromisse zu vermitteln. „Wir können es nicht allen recht machen“, sagte Hauke Jagau auch mit Blick auf entgleisenden Parolen im Meinungsecho der Sozialen Netzwerke. Der Regionspräsident lobte die „nachhaltige Argumentation“, die Klaus Sidortschuk gepflegt habe, weil er immer sorgfältig und gut vorbereitet gewesen sei. Uetzes Bürgermeister Werner Backeberg, Sprecher der Hauptverwaltungsbeamten in der Region, schloss sich dem Lob an. Einen breiten Konsens für Beschlüsse zu erwirken, sei immer das Ziel in der Lehrter Verwaltung gewesen. Klaus Sidortschuk sei integer und kompetent. „Das Lob schmeichelt mir natürlich. Ich freue mich über den Zuspruch. An einem solchen Tag fallen die Ecken ja auch mal weg“, sagte der scheidende Bürgermeister. Klare Aussagen seien ihm immer wichtig gewesen, die Arbeit habe ihm wirklich Freude gemacht. Nicht hinnehmbar seien Verunglimpfungen und Bedrohungen in den sozialen Netzwerken, dies sei „ein Übel in unserer Zeit“. Die Stadt Lehrte habe in den vergangenen Jahren eine gute Entwicklung genommen, die sich sehen lassen könne. Er dankte den Mandatsträgern für die Zusammenarbeit, die „bei den meisten vertrauensvoll gewesen sei.“ Ausdrücklich dankte Klaus Sidortschuk allen ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeitern. Große Unterstützung habe von den Mitarbeitern im Bürgermeisterbüro und natürlich von seiner Familie bekommen. Es war ein emotionaler Moment, in dem Klaus Sidortschuk zum Abschluss sagte: „Ich wünsche allen Anwesenden, das Gemeinwohl in das Ziel des Handelns zu stellen.“