"Uniformen zu Crazy Quilts"

Schwarmkunstprojekt im Antikriegshaus

Sievershausen (r/gg). Im Antikriegshaus, Kirchweg 4a, wird am Samstag, 9. April, eine neue Ausstellung eröffnet. Unter der Überschrift „Uniformen zu Crazy Quilts“ werden Wandteppiche gezeigt, die im Rahmen eines Schwarmkunstprojektes aus einer Uniform des US-Militärs entstanden sind.
Schon die Entstehungsgeschichte dieser Quilts ist bemerkenswert. Die Initiatorin des Kunstprojektes, Alma Fokken, hatte im Sommer 2015 einen Traum und erwachte mit dem Satz „Schwerter zu Pflugscharen und Uniformen zu Crazy Quilts“. Sie ging diesem Satz nach, sprach mit anderen Frauen darüber und so entwickelte sich ein Kunstprojekt, das einen Prozess des Nachdenkens und Austauschens über die Themen Krieg, Konflikt, Wahrheit, Feindbilder, Versöhnung auslöste.
Es konnte tatsächlich eine Uniform besorgt werden. Die Frauen schickten kleine Stoffteile dieser tatsächlich getragenen, zerschnittenen Uniform in den Freundes- und Bekanntenkreises mit der Bitte, sie individuell umzugestalten, zu verwandeln. Dabei sollte im Vordergrund stehen, sich Gedanken über Konflikte, Krieg, Versöhnung und Frieden zu machen und diese Gedanken in die Gestaltung des Uniformstoffstückes einfließen zu lassen. Die Aktion zog weite Kreise, mehr als 60 Menschen zwischen 12 und 85 Jahren gestalteten und veränderten ein Stück Stoff und schrieben teilweise auch Texte dazu. Eine beeindruckende Vielfalt in der Gestaltung kam zusammen. Eine Gruppe von Frauen um Alma Fokken setze diese Stoffstücke zu drei großen Quilts zusammen, die nun im Antikriegshaus zu sehen sein werden. Dazu Alma Fokken: „Diese Decken hätten so nie im Alleingang entstehen können. Die Unterschiedlichkeit machen sie aus, die verbundene Vielfalt, deren einzelne Teile jeweils eine Geschichte erzählen.“
Die Ausstellung ist bis zum 29. Mai im Antikriegshaus zu sehen.
Die Vernissage findet am 9. April um 15.30 Uhr als Präsenzveranstaltung statt. Die Veranstalter haben sich, unabhängig von den dann geltenden Hygieneregeln entschieden, sie unter Drei-G-Bedingungen durchzuführen.
Die Ausstellung kann Montag (außer Ostern), Mittwoch und Freitag (außer Karfreitag) zwischen 10 und 16.30 Uhr besucht werden, davon abweichend auch nach voriger Terminabsprache. Gruppen werden um vorherige Anmeldung unter Telefon 05175 57 38 oder unter E-Mail info@antikriegshaus.de gebeten. Der Eintritt ist frei.