Überleben sichern

Sarah Winter und Fritz Unger sind schon 20 Jahre beim Jagdhornbläsercorps. (Foto: Ulf Schärling)

Hegering-Votum gegen Flächenverbrauch

SEHNDE (r/gg). 280 Mitglieder hat der Hegering Das Große Freie, dessen Wirkungskreis die Städte Lehrte und Sehnde umfasst. Hundert, der in diesem jagdlichen Bezirk organisierten Jäger und Jagdhornbläser, wurden von Hegeringleiter Hartmut Scholz in der Gaststätte Zur Linde in Bilm bei der Jahreshauptverhandlung begrüßt. Mit Jagdsignalen und weiteren jagdlichen Melodien begleiteten 30 Jagdhornbläser die Veranstaltung.
Haupttenor der Veranstaltung war das Bemühen der Jäger, die Überlebenschancen von Rehen, Hasen, Kaninchen, Fasanen, Enten und Rebhühnern zu sichern.
Die negativen Einflüsse von Landschaftsverbrauch durch Wohnungsbau, Industrie- und Gewerbeansiedlungen sowie Infrastrukturmaßnahmen wie Straßen-, Schienen- und Stromtrassenbau können von den Jägern nicht direkt beeinflusst werden.
Aber neben dem Mangel an Lebensraum und Nahrung wird das Überleben des heimischen Niederwildes immer mehr durch Raubtiere bedroht. Die heimischen Prädatoren wie Fuchs, Marder, Dachs, Krähen und auch Wildschweine, die einen kleinen Setzhasen und selbst Rehkitze nicht verschmähen oder die eingewanderten Marderhunde und Waschbären stellen für die fragilen Populationen des Niederwildes eine große Gefahr dar.
Die Streckenzahlen der letzten Jahre bestätigen, dass die anpassungsfähigen Räuber zugenommen haben. Hier können die Jäger durch eine gezielte Jagd positiv eingreifen. Der waidgerechten Fallenjagd kommt dabei eine große Bedeutung zu.
Neben den genannten Faktoren haben aber auch Krankheiten und Seuchen insbesondere bei Hasen und Kaninchen zur Verringerung der Bestände geführt.
Eingewandert ist auch die Nutria, eine aus Südamerika stammende Tierart, die mit den Meerschweinchen verwandt ist. Dieser Nager wird bis zu 65 cm groß und zehn Kilo schwer. Als Höhlenbewohner in Wassernähe werden durch die Nutria große Schäden an Uferanlagen und Deichen verursacht.
Ziel der Jagd ist es aber auch, ökologisch wertvolles und schmackhaftes Wildbret von Tieren aus freier Wildbahn zu erlangen, die ohne Medikamente und Mastfutter aufwuchsen.
Dies kann bei, nicht zuletzt durch die Hege der Jäger, noch stabilen Beständen von Rehen, Wildschweinen und Hirschen in den Revieren des Großen Freien ohne Bedenken geschehen.
Betont wurde immer wieder, dass die Sicherheit bei jeder Jagd an oberster Stelle steht und alle Anstrengungen unternommen werden müssen, die diese gewährleisten.
Nach den Berichten der Obleute für jagdliches Schießen, Hundewesen, Jagdhornbläser und Öffentlichkeitsarbeit sowie dem Bericht des Schatzmeisters wurde der Vorstand entlastet und Hartmut Scholz konnte die gut besuchte Veranstaltung offiziell beenden - so der Bericht von Ulf Schärling, Obmann für Öffentlichkeitsarbeit im Hegering Das Große Freie in der Jägerschaft Burgdorf.