Trecker und Ballenpresse brennen

Dank des schnellen Löschangriffs der Feuerwehr blieb die Ausbreitung des Flächenbrands bei Dolgen überschaubar. Die Landmaschinen wurden von den Flammen zerstört. (Foto: Stadtfeuerwehr Sehnde)

Flächenbrand mit drehendem Wind, drei Feuerwehrmänner verletzt

DOLGEN (r/gg). Auf einem Stoppelfeld ist Mittwochnachmittag ein Trecker mit Ballenpresse in Brand geraten. Das Feuer griff auf das umliegende Feld über, vernichtete auch das bereits gepresste Stroh. Die Feuerwehr löschte umgehend, musste weitere Einsatzräfte zur Unterstützung nachalarmieren. Drei Einsatzkräfte wurden verletzt.
Mehrere Anrufer wählten am Mittwochnachmittag gegen 15.40 Uhr den Notruf, da im Bereich Dolgen eine große schwarze Rauchwolke in den Himmel quoll. Beim Eintreffen fanden die Einsatzkräfte den Trecker mit Quaderballenpresse und das umliegende Feld bereits brennend vor. Der Fahrer hatte Rauch und Flammenschein aus der Maschine bemerkt. Er regaierte schnell, fuhr das Fahrzeug vom Schwad weg. Löschversuche an den Maschinen blieben vergebliche Mühe. Aufgrund der massiven Brandausbreitung auf dem Feld, ließ der Feuerwehr-Einsatzleiter umgehend weitere Einsatzkräfte nachalarmieren. Landwirte kamen mit Treckern zu Hilfe. Während der Löscharbeiten grubberten sie mit den Schleppern die bereits verbrannte Fläche um, um ein eventuelles Aufflammen zu vermeiden. Das Feuer konnte vor einem Maisacker gestoppt werden. Der Brand hatte auf 5.000 Quadratmeter
gewütet, als während der Löscharbeiten zudem der Wind drehte. Drei Einsatzkräfte konnten sich nicht mehr rechtzeitig in Sicherheit bringen und standen mitten im Rauch. Der Rettungsdienst brachte sie mit Rauchgasvergiftungen in Krankenhäuser. Nach dem Löschen des Flächenbrands wurden an den Maschinen letzte Glutnester noch mit Schaum gelöscht.
Die Ermittler der Polizei gehen von einem technischen Defekt als Brandursache aus, der Sachschaden wird auf 500.000 Euro beziffert. Feuerwehr und Rettungsdienst waren mit 15 Fahrzeugen und 75 Einsatzkräften vor Ort - so der Bericht ovn Michael Schulz, Sprecher der Stadtfeuerwehr Sehnde.