Totaler Stromausfall in Ahlten

An der Straße Erlengrund wurden nach einer Leckage einer Heizungsanlage Wasser aus dem Keller gepumpt. (Foto: Freiwillige Feuerwehr Lehrte)

Gerätehaus für erste Hilfe hergerichtet, zwei Alarmierungen folgten in der Nacht

AHLTEN (r/gg). Am Montagabend gegen 23 Uhr gab es einen totalen Stromausfall. Zehn Minuten später wurden die Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehr zum Gerätehaus alarmiert, um dort für eventuelle Notfälle die Einsatzbereitschaft vorzuhalten. Gleichzeitig wurde das Gerätehaus mit Hilfe eines Stromgenerators so hergerichtet, dass es als Anlaufstelle für hilfesuchende Bürger dienen konnte. Nachdem die Stromversorgung wieder hergestellt und die Einsatzbereitschaft aufgelöst werden konnte, wurde die Ortsfeuerwehr kurze Zeit später in eine Wohnanlage an der Straße Erlengrund alarmiert. Dort war es zu einer Leckage in der Heizungsanlage gekommen, so dass mehrere Tausend Liter Wasser aus dem Heizungskeller gepumpt werden mussten. Noch während der Einsatz am Erlengrund abgearbeitet wurde, erreichte die Einsatzkräfte gegen 0.35 Uhr ein weiterer Alarm. Im Seniorenheim am alten Sportplatz hatte die automatische Brandmeldeanlage einen Feueralarm ausgelöst. Neben Einsatzkräften der Ortsfeuerwehr Ahlten wurde zu diesem Alarm auch die Ortsfeuerwehr Lehrte mit hinzugezogen. Zum Glück handelte es sich jedoch um einen Fehlalarm, so das dieser Einsatz schnell beendet werden konnte. Der Einsatz im Erlengrund konnte hingegen erst gegen halb drei in der Nacht abgeschlossen werden. Im Einsatz waren die Ortsfeuerwehr Ahlten mit drei Fahrzeugen und 21 Einsatzkräften sowie die Ortsfeuerwehr Lehrte - so der Bericht von Christian Urban, Freiwillige Feuerwehr Lehrte.
Zum Grund des Stromausfalls gab Rainer Eberth, Geschäftsführer der Stadtwerke Lehrte GmbH, am Dienstagnachmittag Nachricht: "Da über das Leitsystem der Stadtwerke Lehrte ein Brand in einer der Trafostationen des Sicherheitsbereiches des GRZ (ehemaliges Datenverarbeitungszentrum in der Raiffeisenstraße) gemeldet wurde, gingen die Stadtwerke zunächst von einer Störung mit Brandfolge dort aus. Nachdem beide Trafostationen im GRZ von unserem Bereitschaftspersonal kontrolliert wurden stellte sich heraus, dass es sich offenbar um einen Fehlalarm eines Rauchmelders handelte. Die Fehlersuche im Stromnetz musste deshalb ausgeweitet werden. Nach umfangreichen Schaltmaßnahmen mit mehreren Zu- und Abschaltungen von Leitungsabschnitten konnte schließlich ein fehlerhaftes 20 kV-Kabel zwischen den Trafostationen Mahlrockweg und Zum Großen Freien 66 lokalisiert und herausgeschaltet werden. Nach mehreren Zwischenetappen waren am Dienstag um 1.05 Uhr wieder alle Ahltener mit Strom versorgt. Derzeit laufen die Reparaturarbeiten für dieses Kabel."