Thordies Hanisch will mehr Wertschätzung

Thordies Hanisch ermutigt die Bürger, auf die Herkunft der Lebensmittel zu achten. (Foto: SPD-Wahlkreisbüro)

Landtagsentscheidung zur landwirtschaftlichen Direktvermarktung

LEHRTE-SEHNDE (r/gg). "Der Niedersächsische Landtag hat einen Entschließungsantrag zur Unterstützung und Stärkung der landwirtschaftlichen Direktvermarktung verabschiedet", berichtet Thordies Hanisch, SPD-Landtagsabgeordnete im hiesigen Wahlkreis. Es geht um den Verkauf von Produkten landwirtschaftlicher Betriebe an den Endverbraucher ohne Beteiligung von Handels- und Verarbeitungsunternehmen. In Niedersachsen betreiben etwa 1.400 landwirtschaftliche Betriebe Direktvermarktung und erwirtschaften so zusätzliche Erlöse aus diesem Betriebszweig. Dies können zum Beispiel Hofläden sein, aber auch Gemüsekisten oder Milchtankstellen. „Durch die direkte Vermarktung können Landwirte höhere Erträge erzielen, da der Zwischenhandel wegfällt“, erklärt Thordies Hanisch auf deren Initiative der Antrag „Regionale und direkte Vermarktung unterstützen und fördern“ entstanden ist. Sie sei auf das Thema aufmerksam geworden, weil seit Jahren vor allem kleine und mittlere landwirtschaftliche Betriebe ihre Höfe aufgeben, so ihr Hinweis. Dies liege zum einen an den teilweise sehr komplexen rechtlichen Rahmenbedingungen, aber auch an den Vermarktungsstrukturen des Lebensmitteleinzelhandels, die die Landwirte vor große Herausforderungen stellen. „Der nun verabschiedete Antrag stellt für Landwirte einen Ansatz dar, um ihren Betrieb auf wirtschaftliche Füße zu stellen und unterstreicht den Willen der Politik, sie dabei zu unterstützen“, so Thordies Hanisch.
Ein Ansatzpunkt des Antrages ist es, regionale Vertriebsgemeinschaften, zu denen sich Landwirte zusammenschließen, zu stärken. „Die Vernetzung und der Austausch unter den Landwirten ist ein entscheidender Faktor, denn als Gemeinschaft ist man stärker und kann gemeinsame Vertriebswege aufbauen und einen breiteren Absatzmarkt erschließen“, erklärt Thordies Hanisch und fügt hinzu: „Das trägt gleichzeitig zu einer wohnortnahen Versorgung im ländlichen Raum bei und stärkt die Kommunikation zwischen Konsumenten und Landwirten.“
Ein weiterer Ansatzpunkt ist die Förderung von Automatenvertriebssystemen und Hofläden:  „Der Wert der Lebensmittel ist für den Einzelnen viel höher, wenn man weiß, wie und wo produziert wird. Das stärkt das Bewusstsein für regionale Produkte und bietet großes Potenzial für einen gesellschaftlichen Wandel hin zu mehr Vertrauen und Austausch, den wir gerade in Bezug zur Landwirtschaft dringend benötigen.“