Thema Müllmenge schockiert

Simone Kalisch-Humme war Gastrednerin im Verein Lebendiges Ahlten und berichtete über die Aktionen im Kleefelder Bürgerverein. (Foto: Günter Friedrich)

Elfte "Ladies Night" beim Lebendigen Ahlten

AHLTEN (r/gg). Der Verein „Lebendiges Ahlten“ hatte zum elften Mal zu seiner beliebten Veranstaltung „Spargel und aktuelles“ eingeladen, und 71 Frauen folgten dem Ruf. Die kurze Begrüßung der Vorsitzenden Christine Ahrens machte schon etwas neugierig. So wurde zwar Simone Kalisch-Humme als Ehrengast vorgestellt, das Thema, über das sie sprechen würde, blieb aber zunächst noch im Dunkeln. Bevor sich die Damen den wirklich köstlich zubereiteten Spargel nebst Beilagen schmecken ließen, gab es noch die eigens gedichtete „Ode an den Spargel aus Ahlten“. Ortsbürgermeisterin Heike Koehler bekam nach dem Essen das Wort und berichtete von Themen der vergangenen fünf Monate, wie der Ausbau der Backhausstraße, die damit verbundene Anstrebung der Änderung der Straßenbausatzung, das Fest am 1. Mai, der neue Bolzplatz für die Jugend, die Renovierung der Bücherei und der Verwaltungsnebenstelle, die Sorgen um das Zementwerk in Höver, das in Zukunft auf den Brennstoff Rhenotherm umstellen möchte und die Situation am Ahltener Bahnhof, die sich aber ändern soll. Nach dem Nachtisch wurde nun das Rätsel um den Ehrengast durch ein von Sandra Wolbers vorbereitetes Zahlenrätsel gelöst. Sie hatte viele Kennzahlen rund um das Thema Plastikmüll mitgebracht, die erstaunten und schockierten, aber auch nachdenklich machten. So erfuhren die Gäste, dass es zwischen den USA und Japan den so genannten Great Pacific Garbage Patch gibt, der als siebter Kontinent bezeichnet wird und komplett aus Plastikmüll besteht, es bereits 140 Milliarden Tonnen Plastikmüll in den Meeren gibt und jährlich acht Millionen Tonnen dazu kommen. Was der Stadtteil Kleefeld dazu beitragen möchte, um Plastikmüll zu reduzieren und die Umwelt zu schonen, stellte dann Simone Kalisch-Humme von der Initiative „Kleefeld unverpackt“ vor, die zum Bürgerverein Kleefeld gehört. Sie stimmte die Gäste mit einem kurzen Film auf das Thema ein und berichtete über die Müllsammelaktion in Kleefeld um die Umwelt zu reinigen, eine Besichtigung der Müllverbrennungsanlage in Altwarmbüchen von AHA um heraus zu finden, was mit unserem Plastikmüll überhaupt passiert, Diskussionsabende im Kulturhaus Hölderlin-1 mit den Verantwortlichen des Stadtteils, sowie Kauleuten aus Kleefeld. Aber sie hatte auch kleine "life hacks" mitgebracht, die mit Kleinigkeiten im Alltag schon Plastik reduzieren. Zum Abschluss gab es noch ein Quiz zu diesem Thema, das zu weiteren Diskussionen anregte. Ein klarer Gewinner wurde nicht gefunden, es setzten sich drei der acht Tische durch. Die Sieger bekamen kleine Baumwollsäckchen gefüllt mit Äpfeln, die zum nächsten Einkauf wieder verwendet werden können - so der Bericht von Günter Friedrich vom Verein Lebendiges Ahlten.