Theaterstück im Forum

Persiflage zu Frauenrollen in der NS-Zeit und heute

Lehrte (r/gg). Das Theaterstück „Kann denn Jubeln Sünde sein?“ ist am Mittwoch, 4. November, um 19 Uhr im Kurt-Hirschfeld-Forum an der Burgdorfer Straße 16 zu sehen. Gezeigt wird eine Radiorevue über Frauenrollen im Rechtsextremismus, damals und heute. Gab es überhaupt aktive Frauen im Nationalsozialismus, wie es heute überall in der rechtsextremen Szene selbstverständlich ist? Das Duo Generationenkomplott beweist es mit der historischen Revue. Zwei Frauen begeben sich in diesem Theaterstück auf eine Zeitreise in die Anfänge der NS-Zeit. Zynisch und persiflierend schaffen sie mit Originaltexten, Liedern und Musik Momentaufnahmen der Zeit. So begegnen sie in der Ära des Volksempfängers der „rassisch hochwertigen Frau“, der „Heldenmutter“, der „rassistischen Emanze“ und dem „Mutternutztier“. Es entsteht eine Collage, die Täterinnen und Opfer sichtbar macht. Zurück im Heute fragen sich die alte und die junge Frau: Wie ist es dem NS-Regime gelungen, Millionen von ganz normalen Frauen, Müttern, Arbeiterinnen und Akademikerinnen für sich zu gewinnen? Waren die damals alle dümmer als wir heute?
Wenn dieser Abend oft grotesk, aber nicht immer lustig ist, liegt das auch daran, dass die Frauen in der Geschichtsschreibung gern vergessen werden, und daher die alten Weiblichkeitsideale jederzeit wiederbelebt werden können.
Eintrittskarten können telefonisch unter der Rufnummer 05132 505 100 bestellt und am Infoschalter an der Gartenstraße 5 montags bis freitags von 8.30 bis 12 Uhr abgeholt werden. Es gibt keine Abendkasse, vor Ort gilt eine Maskenpflicht bis zum Sitzplatz.