Theater AG des Gymnasiums Lehrte führt Ibsens „Nora“ auf

Wann? 15.05.2011 19:30 Uhr

Wo? Kurt-Hirschfeld-Forum, Burgdorfer Straße 16, 31275 Lehrte DEauf Karte anzeigen
Eine Beziehung wird erwachsen: Patricia Drapala als Nora und Enno Eber als Torsten Helmer bei der Hauptprobe für die Premiere der Theater-AG am Sonntag im Forum. (Foto: Theater-AG Gymnasium Lehrte)
Lehrte: Kurt-Hirschfeld-Forum | LEHRTE (r/kl). Am Sonntag, 15. Mai, um 19.30 Uhr im Kurt-Hirschfeld-Forum, Burgdorfer Straße 16, hat die Theater-AG des Gymnasiums Lehrte Premiere mit „Nora“ von Henrik Ibsen, Das Stück zeigt gegensätzliche Emotionen wie Glück, Liebe, Verzweiflung, Lust, Begierde, Wut und konfrontiert die Figuren mit Extremsituationen.
Weitere Aufführungen folgen am Mittwoch, 18. Mai, und Donnerstag, 19. Mai, jeweils ab 19.30 Uhr, im Kurt-Hirschfeld-Forum. Die in den Schulsekretariaten erhältlichen Karten kosten fünf Euro für Erwachsene und drei Euro für Schüler.
Unter der Regie von „Theaterlehrer“ Friedrich-Uwe Röber proben die SchülerInnen seit Oktober das Stück „Nora“ auf der Bühne. Mit einem regelmäßigen Probentag in der Woche, einem fünftägigen Theaterworkshop und zahlreichen Wochenenden investierten sie viel Zeit in Form in ihr Theaterprojekt.
In dem Stück wird der Weg einer schmerzhaften Emanzipation beschrieben. Dabei geht es nicht nur um die Emanzipation der Frau vom Mann, sondern auch um die der Kinder von den Eltern und die individuelle Entfremdung von Werten und der Familie.
Das Theaterstück zeigt dabei nicht den optimalen Verlauf einer Emanzipation, denn man lernt am Ende des Stückes, dass Emanzipation nie alleine stattfindet, sondern immer ein gemeinsames Projekt von Herrscher und Beherrschtem sein muss. Nora sagt: „Dann müsste aus unserer Beziehung eine erwachsene Beziehung werden, wir beide müssten erwachsen werden.“
„Das Theaterstück ist nicht nur wichtig für die Jugend, sondern auch für rwachsene, die ihre eigene Lebensrealität bereits erkannt haben. Wir möchten deshalb unser Stück allen ans Herz legen, die mit Menschen zu tun haben: Frauen und Männern, Lehrer und Schülern, Professoren und Studenten, Eltern und Kindern, Handelnden und Behandelte.
Auch das konkrete Beispiel unseres Stückes – die Emanzipation der Frau – ist noch ein hochaktuelles Thema. Die Rolle vieler Frauen im Beruf und in der Familie ist auch im 21. Jahrhundert die Rangniedere,“ so Regisseur Friedrich-Uwe Röber.
„Als Schauspieler wurden wir mit den menschlichen Abgründen unserer Figuren konfrontiert. Auf diese Weise hatten wir die Chance, viel über uns selbst und andere Menschen zu lernen. ,Nora‘ ist ein Stück fürs Leben!“, stimmen dem auch die Mitglieder der Theater-AG zu.