"Symbol einer guten Erzählung"

Gut verpackt auf dem Weg: Die Skulptur zur Würdigung der Gastarbeiter-Geschichte in Lehrte. (Foto: Kurt-Gruppe)

Lehrter Mäzen Hasan Kurtulus realisiert Denkmal

Lehrte (gg). "Als Ausdruck der Verbundenheit mit den zugezogenen Menschen in Lehrte sowie als Ausdruck für eine offene und vielfältige Gesellschaft soll künftig eine Bronzeskulptur in Lebensgröße an diese Zeit erinnern", so die Mitteilung der Stadtverwaltung zur geplanten Einweihungszeremonie am Freitag, 13. Mai, um 17 Uhr vor dem City-Center, Burgdorfer Straße. Bürgermeister Frank Prüße wird gemeinsam mit Ministerpräsident Stephan Weil und Mäzen Hasan Kurtulus die Skulptur enthüllen. "Sie ist ein Symbol für eine gute Erzählung", sagt Hasan Kurtulus im Gespräch mit dem Marktspiegel. Interessierte Bürger sind ausdrücklich willkommen. "Es ist etwas für uns alle", erklärt der Unternehmer, der die kulturelle Offenheit auch aus seiner Biographie ableitet. Er kam schon als Kind nach Lehrte, zog damals mit seinem Vater mit, der in den 60er Jahren, als Gastarbeiter angeworben, von der Türkei nach Deutschland wechselte. An den Zuzug der vielen Menschen, die damals mit ihrer Arbeitskraft Lehrte voran gebracht haben, soll die Skulptur erinnern: "Einen Mann mit Anzug, Hut und Koffer, der auf einer Bank sitzt und in die Ferne blickt." Schüler des Gymnasiums eröffnen an diesem Tag eine Ausstellung zur "Historie der Arbeitsmigranten in Lehrte".