Sternsinger unterwegs

Etwa 40 Kinder und Jugendliche haben sich vor dem Martin-Luther-Haus versammelt, um als Sternsinger von Haus zu Haus zu ziehen. (Foto: Wiebke Molsen)

40 Kinder und Jugendliche ziehen durch Hämelerwald und Sievershausen

HÄMELERWALD (wim). Verkleidet als Caspar, Melchior und Balthasar sind am Sonnabend etwa 40 Kinder und Jugendliche in mehreren Gruppen durch Hämelerwald und Sievershausen gezogen.
Die Sternsinger brachten dabei nicht nur Gottes Segen in die Häuser der Menschen, sondern sammelten auch Geld für die Organisation SERPAF, einen Dienst zur Förderung von Kindern und Familien in den Favelas von Sete Lagoas in Brasilien. „Das Besondere in Hämelerwald ist, dass wir in großen Heerscharen losziehen“, sagt Pastorin Iris Habersack. Sie freut sich über die gelebte Ökumene mit der katholischen Kirche. Den Großteil der Sternsinger bilden jedoch mittlerweile die Konfirmanden und Vorkonfirmanden ihrer eigenen Gemeinde.
„Ich habe mich schon richtig darauf gefreut“, sagt zum Beispiel Sean Staschik, der das erste Mal mitgeht. Rund 20 Adressen stehen auf der Liste, die er zusammen mit Marin Skrobonja, Julian Sachsenröder und Colin Neumann besuchen will, um dort als Sternsinger von der Geburt Christi zu erzählen. In den Rollen der Heiligen Drei Könige schreiben sie das Segenszeichen 20+C+M+B+20 an die Haustüren. Dabei handelt es sich jedoch nicht um die Anfangsbuchstaben von Caspar, Melchior und Balthasar, sondern um die Abkürzung des lateinischen Segensspruches „Christus mansionem benedicat“, auf Deutsch: „Christus segne diese Wohnung“.
Bei den jüngeren Sternsingern wie Helene Reitzeg, Janika Campen, Lia Campen und Janne Barenscher übernimmt Gastgeberin Silke Sachsenröder das Aufkleben der Buchstabenkombination über der Haustür. Sie ist begeistert von sorgfältig eingeübten Liedern der motivierten Kinder. „Das machen sie jedes Jahr toll“, sagt Sachsenröder.