Spiele ohne Grenzen beim Maibaumfest

Dicht gedrängt genossen die Besucher des Ahltener Maifestes das Programm. (Foto: Verein "Lebendiges Ahlten")
 
Christine Ahrens (links) und Heike Koehler bei der Begrüßung der Besucher. (Foto: Verein "Lebendiges Ahlten")

Ahltener Vereine boten Aktionen, darunter auch Wettmelken

AHLTEN (r/gg). Zum zehnten Mal hatten die Ahltener Vereine zum gemeinsamen Maifest eingeladen - eine Initiative des Vereins "Lebendiges Ahlten". Die Vorsitzende Christine Ahrens begrüßte zusammen mit Ortsbürgermeisterin Heike Koehler mehrere Tausend Gäste, darunter die SPD-Landtagsabgeordnete THordies Hanisch und den SPD-Europaabgeordneten Bernd Lange. 26 Organisationen des Dorfes beteiligten sich mit zahlreichen Angeboten. Angefangen von den Eltern der drei Kindertagesstätten und der Grundschule über den Sportverein, den Künstlertreff, die Feuerwehr bis zu den politischen Parteien und der Bürgerinitiative Megaleise war alles dabei, erstmals auch die Landvolkfrauen mit einem eigenen Stand. Lehrtes Bürgermeister Klaus Sidortschuk und sein Herausforderer Frank Prüße stellten sich einem Puzzle-Wettstreit am Stand des Landvolks mit örtlichen Kontrahenten.
Im ökumenischen Gottesdienst wünschte Diakon Werner Mellentin aus dem Pfarr-Team St. Bernward der Gemeinschaft, die Menschen und die Welt mit „Osteraugen“ zu sehen. Pastor Henning Runne erinnerte an einen mit Jahresringen gereiften Baum. Wichtiger als die von außen sichtbare Borke sei der innere Kern. Wie die Borkenkäfer den Baum letztlich im Inneren schädigen, so könne auch ein unsensibler Umgang miteinander die Gemeinschaft im Dorf gefährden. Er rief insbesondere die örtliche Politik dazu auf, sich dieser Verantwortung bewusst zu sein.
Alle beteiligten Organisationen nutzten die Gelegenheit, sich zu präsentieren und für ihre Anliegen zu werben. Ständig belagert war die Feuerwehr mit ihrem riesigen Löschfahrzeug, einem Infostand, der Spritzwand und dem Stockbrot backen. Feuerwehrleute hatten auch schon beim Aufstellen des Maibaums kräftig mit angefasst. Kitas und Grundschule betreuten neben der immer noch reizvollen Hüpfburg etliche Stände mit Aktionen zum Mitmachen. Beim Geflügelzüchterverein gab es besonders stattliche Hühner zu sehen und die Kleingärtner, die in diesem Jahr ihr Hundertjähriges feiern, boten selbst gezogene Pflanzen für den heimischen Garten an.
Beim Stand des Jugendtreffs konnten sich die Jugendlichen an der Torwand und am Krökeltisch messen. Sportlichkeit und Geschick waren auch beim Gummibärchen Pong der Schützenjugend, dem Balancieren im Niedrigseilgarten der Kirchengemeinde und dem Wettmelken beim Landvolk gefragt. Stets von vielen Zuschauern umlagert waren die Vorführungen der TSG-Tanzgruppen und der Voltigierkinder, die sich mit ihren farbenfrohen Kostümen besonders ins Auge fielen. Bei den Kickboxern musste auch Ortsbürgermeisterin Heike Koehler Schläge einstecken, durfte aber auch austeilen. Kreativität war beim Künstlertreff gefragt. Christine Rösser, Heidi Siegmann, Martina Heuer, Barbara Hörstmann, Ingeborg Bindseil und Bernhard Narjes hatten großformatige Vorlagen vorbereitet, die zum Gestalten nicht nur mit Farben, sondern auch mit Formen aufriefen. Heraus kamen am Ende zwei professionell anmutende Kunstwerke, die unter den Gästen versteigert wurden. Dank des engagierten Einsatzes der Künstlerinnen wurde ein Erlös von 60 Euro pro Bild erzielt. Eines davon wird nun das Amtszimmer des Bürgermeisters im Lehrter Rathaus zieren, denn Bürgermeister Klaus Sidortschuk hatte das höchste Gebot abgegeben.
Überhaupt waren die künstlerischen Aspekte des Festes beachtlich. Allein drei heimische Orchester sorgten alle auf hohem Niveau, aber mit jeweils eigenen Akzenten, für den musikalischen Rahmen. Den Auftakt bildeten die Ahltener Musikanten und das Flötenorchester "Rhythm & Flutes". Für den stimmungsvollen Ausklang sorgte die Big Band Ahlten. Hervorragend auch die Technik, die für einen excellenten Klang auf dem Festplatz sorgte.
Von den gespendeten 81 Torten und Kuchen waren am Schluss nur noch Krümel übrig, stellten die Frauen vom DRK etwas erschöpft, aber zufrieden fest. Auch die vom Theater-Team "Die Unverzagten" angebotenen Grillwaren und die von der TSG ausgeschenkten Getränke waren restlos ausverkauft, so dass die Einnahmen auf einen hohen Erlös hoffen lassen, über dessen Verwendung am 16. Mai entschieden werden soll.
Die Zahl der großen und kleinen Festbesucher war nach Einschätzung der Veranstalter noch nie so hoch. "Das lag sicher nicht nur am herrlichen Wetter, sondern an den vielfältigen Angeboten zum aktiven Mitmachen und der bekannt familiären Atmosphäre", sagt Günter Friedrich, der in diesem Jahr für die Organisation verantwortlich war und sich auch bei den vielen Helfern bedankt, die bei der Vor- und Nachbereitung zum Gelingen beigetragen haben.