SPD und Grüne bringen Resolution für Krankenhaus in den Stadtrat Lehrte ein

Droht in sechs bis sieben Jahren die Schließung des Lehrter Krankenhauses? SPD und Grüne können die Pläne des Regionsklinikums nicht nachvollziehen - und fragen jetzt nach den dazu geprüften Alternativen. (Foto: Walter Klinger)

"Wirtschaftlichkeit durch Schließung ist nicht nachvollziehbar"

LEHRTE (r/kl). Zur nächsten öffentlichen Sitzung des Lehrter Stadtrates am Mittwoch, 22. Oktober, ab 18.00 Uhr im Kurt-Hirschfeld-Forum, Burgdorfer Straße 16, haben die Fraktionen von SPD und Grünen ein Dringlichkeitsantrag zur
Verabschiedung einer Resolution zur Erhaltung und Weiterentwicklung des Lehrter
Krankenhauses eingebracht.
Der Wortlaut der Resolution:
"Der Rat der Stadt Lehrte erkennt an, dass sich auch die Region Hannover den
Herausforderungen der Gesundheitswirtschaft stellen muss. Der Rat begrüßt ausdrücklich, dass die öffentliche Trägerschaft des Klinikums Region Hannover (KRH) unbestritten ist.
Den jetzt als Teil der "Medizinstrategie 2020" bekannt gewordenen Vorschlag der KRH
Geschäftsführung, den Standort Lehrte zu schließen, lehnt der Rat ab. Er möchte von der KRH Geschäftsführung und dem Aufsichtsrat wissen, welche Alternativen untersucht werden und welche Bewertungs- und Auswahlkriterien angelegt werden. Insbesondere möchte der Rat wissen, ob als Alternativszenario die Stärkung und Weiterentwicklung des Standortes Lehrtes innerhalb des Klinikums Region Hannover geprüft wurde. Gerade Lehrte als größte Kommune im Ostkreis zeichnet sich durch seine gute Infrastruktur und hervorragende verkehrliche Anbindung besonders aus.
Nach dem vorliegenden Wissensstand ist nicht nachvollziehbar, wie die KRH die Ziele der Sicherung eines leistungsfähigen wohnortnahen Versorgungskonzeptes und der Stärkung der Wirtschaftlichkeit durch die Schließung von Standorten (Burgwedel, Lehrte) und einen Neubau erreicht werden können. Allein die Schließungskosten und unvermeidliche Sonderabschreibungen werden riesige finanzielle Lasten auslösen.
Der Rat der Stadt Lehrte erwartet, dass das weitere Verfahren für die Einwohnerinnen und Einwohner transparent und beteiligungsorientiert durchgeführt wird".
Unterzeichnet haben den Dringlichkeitsantrag die Fraktionsvorsitzenden Bodo Wiechmann (SPD) und Ronald Schütz (Bündnis 90/Die Grünen).