Siegfried Stephan stellt in der Städtischen Galerie Lehrte aus

Wie hier das Motiv "Hauswand low" legen die Fotografien von Siegfried Stephan aus dem Hamburger Hafenviertel die grafischen Strukturen industrieller Architektur offen. (Foto: Siegfried Stephan)
Lehrte: Städtische Galerie |

Grafische Strukturen Industrie-Archtitektur im Foto offengelegt

LEHRTE (r/kl). Die aktuelle Ausstellung mit urbanen Motiven "Liquid Rooms" von Wiking Bohns in der Städtischen Galerie Lehrte (Alte Schlosserei im EKZ "Zuckerfabrik") endet am morgigen 3. Februar (noch von 14.00 bis 18.00 Uhr geöffnet). Bereits am Freitag, 8. Februar, um 19.00 Uhr wird dort die neue Ausstellung "Seltene Erden" von Siegfried Stephan durch Bürgermeister Klaus Sidortschuk eröffnet.
Bei der Vernissage am Freitag, 8. Februar, ab 19.00 Uhr gibt Michael Stoeber aus Hannover eine Einführung in das Werk des Künstlers, dessen Ausstellung anschjießend noch bis Ende April in Lehrte zu sehen ist.
Seit 2009 beschäftigt sich der 1953 in Hameln geborene Siegfried Stephan professionell mit der digitalen Fotografie. Sein Interesse für visuelle Kommunikation reicht jedoch bis in die 1980er Jahre zurück.
Von 1976 bis 1980 absolviert er ein Studium der Informatik in Hannover, dem einige Semester Soziologie in Berlin vorangingen. 1977 gründet er eine linke Buchhandlung in Hameln.
Ab 1983 beginnt er sich intensiv mit Fotografie und Videoarbeiten zu befassen und wird Gasthörer an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg im Bereich Dokumentarfilm. Er lernt den hoch politischen Filmemacher und Schriftsteller Thomas Harlan kennen, eine Begegnung, die ihn nachhaltig prägt.
Siegfried Stephan geht 1985 nach Kolumbien und produziert den Dokumentarfilm „Tierra Y Cultura“, der sich mit der Unterdrückung der indigenen Völker befasst. Es folgt eine zweijährige Zusammenarbeit mit Thomas Harlan an dessen Film „Souvenance“ in Haiti.
Danach setzt Stephan sein Engagement für die indigenen Gemeinschaften in Kolumbien fort. Aus familiären Gründen kehrt er 1992 nach Hameln zurück und leitet dort bis 2003 die EDV-Abteilung im Familienunternehmen.
Nach einem erneuten Umzug 2010 nach Hamburg mündet die Auseinandersetzung mit der digitalen Fotografie in eine Serie von Arbeiten zum Hamburger Hafen, die erstmals in Lehrte gezeigt wird. Aufgrund der ungewöhnlichen Formate brechen die Fotografien mit eingeübten Bildvorstellungen und legen grafische Strukturen industrieller Motive offen.