Schüler-Film über Gesundheitsberufe und Altenpflege/Heilerziehungs-„Tag der Ausbildung“ im Klinikum Wahrendorff

BU hinter dem Artikel!!! (Foto: BU hinter dem Artikel!!!)

Projekt „Berufe fürs Leben – Ausbildung im Gesundheitswesen“

SEHNDE/REGION HANNOVER (r/kl). Pfleger, Ärztin, Apotheker, Krankenschwester? In Gesundheitsberufen fehlt der Nachwuchs, der Fachkräftemangel macht sich bemerkbar. Die Region Hannover und die Agentur für Arbeit fördern jetzt ein Projekt, das jungen Menschen Lust auf Jobs im Gesundheitswesen machen soll und gleichzeitig Kreativität fördert: Schülerinnen und Schüler von vier Schulen aus der Region Hannover, darunter die Kooperative Gesamtschule (KGS) Sehnde, sind ab dem 1. November mit der Kamera in Einrichtungen wie der MHH, dem Klinikum Wahrendorff, der AOK und Apotheken zu Gast, um die Arbeit in Gesundheitsberufen zu dokumentieren.
Insgesamt zehn Stationen stehen auf dem Drehplan. Das Ergebnis wird ein 30-minütiger Film, der als DVD an allen weiterführenden allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen verteilt wird.
„Das Gesundheitswesen ist zu einem bedeutenden Wirtschaftssektor geworden und bietet als einer der größten Arbeitgeber Deutschland mehr als 4,4 Millionen Menschen Beschäftigung. In der Region Hannover arbeiten mehr als 62.000 Menschen in diesem Bereich“, sagt Reinhard Biederbeck, Leiter des Teams Beschäftigungsförderung der Region Hannover: „Wenn der Anteil alter Menschen in der Gesellschaft steigt, werden wir noch mehr Fachkräfte für die Pflege benötigt. Schon jetzt gibt es zu wenig Bewerber für solche Stellen.“
Das Filmprojekt soll ein Weg sein, bei Schülerinnen und Schüler, die vor der Berufswahl stehen, Interesse zu wecken und diese Jobs näher zu bringen. „Dass Jugendliche selbst den Film drehen, ist noch ein besonderes Bonbon,“ so Biederbeck.
Das Konzept ist im Übrigen erprobt: Auf dieselbe Weise sind bereits Filme über Ausbildung in der Logistik und in der Fertigungsindustrie entstanden. „Das ist ein guter Beitrag zur Berufsorientierung und zur Entwicklung von Berufsperspektiven“, sagt Jürgen Hansen von Ausbildung im Verbund „pro regio“. Der Verein setzt das Projekt um und begleitet die Schülerinnen und Schüler.
„Wir beobachten, dass die Jugendlichen, die sich an dem Projekt beteiligen, Achtung vor der Arbeit und den Leistungen der betreffenden Sparte entwickeln“, sagt Hansen. Außerdem würden Reflexionsfähigkeit und die kommunikativen Fähigkeiten der TeilnehmerInnen gestärkt.
Das technische Knowhow, Ausrüstung und Anleitung kommen von der Medienwerkstatt Linden. 36 Schülerinnen und Schüler dürfen – in Gruppen aufgeteilt – in die Rolle des Regisseurs, des Kameramanns oder der Kamerafrau oder des Produktionsassistent schlüpfen. Beteiligt sind die Brinker Schule in Langenhagen, die Geschwister-Scholl-Realschule Hannover, die Freie Evangelische Schule Hannover und die KGS Sehnde.
„Wir sind sicher, dass der Film wie schon die anderen beiden DVDs auf großes Interesse bei den Schulen stoßen wird“, sagt Reinhard Biederbeck. „Für die Jugendlichen ist es außerdem toll, ihren eigenen Namen im Abspann zu lesen“, ergänzt Jürgen Hansen.

„TAG DER AUSBILDUNG“ FÜR SCHÜLERINNEN IM KLINIKUM WAHRENDORF
SEHNDE/KÖTHENWALD (r/kl). Man wischt alten Leuten den Brei vom Mund und hilft ihnen beim Toilettengang: Der Beruf der Altenpflege ist mit vielen Klischees behaftet und hat in der Öffentlichkeit ein schlechtes Image. Altenpflegekräfte werden aber nicht nur in Altenpflegeeinrichtungen eingesetzt. Gerade in der Psychiatrie ist das Anforderungsprofil für Altenpflegekräfte anders – denn hier wird der Patient dabei unterstützt, seine Ressourcen zu fördern und seine Fähigkeiten zu erhalten.
„Der Beruf der Altenpflege hat hier eine besondere Perspektive“, erklärt Andrea Kath-Möbius, zuständig für das Ausbildungsmanagement am Klinikum Wahrendorff.
Europas größte psychiatrische Einrichtung in privater Trägerschaft möchte deshalb auch in diesem Jahr allen Schülerinnen und Schülern die Berufswahl erleichtern.
Beim „Tag der Ausbildung“ am Donnerstag, 11. November, erhalten sie von 9.00 bis 13.00 Uhr im Dorff-Gemeinschaftshaus, Wahre Dorffstraße 4 im Iltener Ortsteil Köthenwald, die Gelegenheit, sich an Infoständen, in Workshops und bei Führungen durch die Klinikbereiche über den Alltag in der Altenpflege und Heilerziehungspflege schlau zu machen.
„Wir sind mit 1.000 Mitarbeitern einer der größten Arbeitgeber in der Region östlich von Hannover und setzen auf die qualifizierte Ausbildung von jungen Menschen. Unsere Übernahmequote beträgt 94 Prozent“, ergänzt Andrea Kath-Möbius
Anmeldungen nimmt das Institut für Aus-, Fort- und Weiterbildung Altenpflegeschule An der Eilenriede GmbH (APS) unter Telefon (0511) 86 47 54 oder per Mail an kath@aps-hannover.de entgegen.