Schmorbrand am Klassenraum

Schaden nach Schmorbrand am Klassen-Container der Grundschüler An der Masch. (Foto: Michael Nesemann)

Problem-Container auf dem Hof der Grundschule

Lehrte (gg). Ende November gab es einen Schmorbrand an zwei Containern, die auf dem Hof der Grundschule Masch als Ersatz für Klassenräume aufgestellt sind. „Der Brand entstand vermutlich durch einen Kurzschluss an der elektrischen Außenverkabelung, dabei brannte der an den Containern außenliegende Kabelkasten“, so die Mitteilung von Fabian Nolting, Leiter der Stabsstelle Steuerungsunterstützung in der Stadtverwaltung. Glückerweise habe es keine Verletzten gegeben, allerdings seien die Container durch die entstandenen Rauchgase nicht nutzbar. Der von der Stadtverwaltung beauftragte Errichter und Vermieter der Anlage kümmert sich um den Brandschaden und die Reinigung. Die Stadt Lehrte sei lediglich Mieterin, was eine Vorgabe für die versicherungsrechtliche Prüfung sei. Spätestens nach den Weihnachtsferien würden die Container wieder für den Unterricht zur Verfügung stehen. Die beiden Schulklassen haben bis dahin in der Aula und im PC-Raum Unterricht.
„Ein Brand, der lapidar heruntergehandelt wird, was muss noch passieren?“, schreibt Michael Nesemann als Vater eines betroffenen Schülers zu diesem Sachverhalt kritisch. Vor dem beschriebenen Ereignis habe es bereits eine verschmorte Steckdose in einem der Container gegeben, die mit völlig offenen Kontakten für die Kinder über mehrere Tage eine Heizung betrieb. Michael Nesemann meint: „Hier wurden bereits Arbeiten durchgeführt. Interessant daran, zu keinem Zeitpunkt flog die Sicherung raus.“ Aus seiner Sicht ist sei eine Ursachenforschung nötig: „Es muss ein DGUV 3 Protokoll vorhanden sein nach dem Einbau neuer Steckdosen.“ Dass die Schüler nun, ohnehin gebeutelt mit Unterrichtsausfall und zig Verhaltensvorschriften, in desolater Raumsituation lernen und arbeiten sollen, beschreibt er als unhaltbaren Zustand.