Rollerfahrer flüchtete

Polizist bei Verfolgungsjagd verletzt

LEHRTE (r/gg). Eine Verfolgungsjagd mit der Polizei leistete sich ein Rollerfahrer am Samstagabend um 23.30 Uhr. Die Beamten hatten zuvor versucht, ihn auf der Köthenwaldstraße in einer allgemeinen Verkehrskontrolle zu stoppen. Der Rollerfahrer ignorierte die unmissverständlichen Anhaltesignale und versuchte, sich der Kontrolle zu entziehen. In der sich anschließenden Verfolgungsfahrt durch die südliche, zentrale und westliche Stadt missachtete der Fahrer vielfach die Verkehrsregeln und versuchte, über den Eisenbahnlängsweg in Richtung Ahlten zu verschwinden. Eine dort errichtete Straßenblockade mit Streifenwagen durchbrach er rücksichtslos. Ein 36-jähriger Polizist musste, um nicht überfahren zu werden, zur Seite springen, wurde dennoch durch den passierenden Rollerfahrer berührt und leicht verletzt. Der Beamte zog sich Prellungen an der Hand zu, die später in einem Krankenhaus behandelt wurden.
Während der sich fortsetzenden Verfolgungsfahrt bog der Rollerfahrer schließlich auf das Gelände der Deutschen Bahn ab und stürzte auf dem unbefestigten Untergrund an einer Weichensteuereinheit im Bereich der Gleise. Die nun fußläufig verfolgenden Polizeibeamten konnten den vermutlich durch Alkohol und Drogen beeinflussten Täter an einem Abstellgleis stellen und festnehmen. Der polizeilich bekannte Täter, ein 24-Jähriger, wurde für die Entnahme einer Blutprobe zum Kommissariat transportiert und schwieg sich auf Vorhalt diverser Straftaten zunächst aus. Die polizeilichen Ermittlungen ergaben, dass der Roller gestohlen war und dass er mit gefälschten, abgelaufenen Versicherungskennzeichen ohne Versicherungsschutz und ohne Fahrerlaubnis fuhr. Er hatte den Straßenverkehr gefährdet und griff Polizisten an, wofür er vor Gericht stehen wird. Der Beschuldigte wurde wegen nicht vorliegender Haftgründe nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen entlassen.