"Risiko erscheint zu hoch"

Christvespern in Ahlten abgesagt

Ahlten (r/gg). Die Martinskirchengemeinde hat alle geplanten Christvespern und Gottesdienste an Heiligabend abgesagt. „Wir hatten mehrere Modelle für Gottesdienste bedacht, uns schließlich für zwei Christvespern auf dem Schützenplatz entschieden, aber zuletzt waren die Bedenken im Vorbereitungskreis und im Kirchenvorstand so stark, dass wir uns in einem Abwägungsprozess dafür entschieden haben, keine Präsenz-Veranstaltung an Heiligabend anzubieten“, so Pastor Henning Runne, „das Risiko erschien uns einfach zu hoch.“ Und Yvonne Scharnofske, stellvertretende Vorsitzende des Kirchenvorstands, ergänzt: „Wir sind ja alle dazu aufgerufen, die Kontakte zu minimieren, um den Infektionen entgegenzuwirken, da können wir als Kirchengemeinde nicht guten Gewissens zu einer solchen Großveranstaltung einladen.“
Die Kirchengemeinde will aber nicht untätig bleiben. So soll an alle Haushalte ein Weihnachtsbrief verschickt werden. Darin wird auch dazu aufgerufen, um 17 Uhr, nach einem Glockengeläut, vor die Tür zu treten und bei Kerzenschein die Weihnachtsgeschichte zu lesen. Die ist auf der Homepage der Kirchengemeinde abzurufen. „Damit wollen wir unsere Verbundenheit in der gemeinsamen Hoffnung auf Wohlergehen und Frieden ausdrücken.“ Darüber hinaus können an Heiligabend auf der Internetseite www.kirche-ahlten.de eine kurze virtuelle Andacht, Wünsche aus dem Kirchenvorstand und ein modernes Krippenspiel des Kirchenkreises eingesehen werden.
An den Weihnachtstagen und Silvester werden Gottesdienste im Martinshaus angeboten. Am ersten Weihnachtstag um 17 Uhr, am zweiten Weihnachtstag um 11 Uhr und an Silvester um 17 Uhr. Für alle diese Gottesdienste ist eine vorherige Anmeldung bis zum 23. Dezember im Kirchenbüro, Telefon 05132 69 49 oder E-Mail kg.ahlten@evlka.de, erforderlich, da die Teilnehmerzahl begrenzt ist. „Mich macht es schon sehr traurig, wie wir als Kirchengemeinde in diesem Jahr Weihnachten feiern, zumal es mein letztes aktives Weihnachtsfest in Ahlten sein wird“, so der Pastor, der in 2021 in den Ruhstand geht, „aber ich sehe im Moment keine andere Alternative.“