Ratsbeschluss für Aldi-Bauprojekt

Veränderungen am Südring sollen Lebensqualität bringen

Lehrte (gg). Den Umbau des Aldi-Marktes am Südring haben die Ratsmitglieder in ihrer jüngsten Sitzung, über alle Fraktionen und Gruppen einstimmig, befürwortet. Formell ging es um die Änderungen des dafür notwendigen Bebauungsplans, die zur Zweckbestimmung Handel jetzt die Kombination Wohnen ermöglicht. Die Firma will nach dem Abriss des alten Marktes einen „neuen Lebensmitteldiscountmarkt nach heutigen Ansprüchen“ erstellen, so der Text der entsprechenden Drucksache, mit Einzelhandelsnutzung im Erdgeschoss und 25 Wohnungen in den Obergeschossen eines insgesamt dreigeschossigen Baukörpers. Die Verkaufsfläche soll 1.250 Quadratmeter haben, mit Erweiterungsoption auf bis zu 1.400 Quadratmeter. Für die Baumaßnahme gibt es konkrete Beschreibungen, die für den Ratsbeschluss zur Verfügung standen: „Während auch der vorhandene Getränkemarkt abgerissen wird, soll die Filiale des Fleischerfachgeschäfts in das vorhandene Gebäude im Norden des Grundstücks, Iltener Straße 11, in dem auch eine Arztpraxis ansässig ist, integriert werden. Die geplanten Wohnungen dienen dem Servicewohnen und sollen im Rahmen eines sogenannten mixeduse-Konzeptes organisatorisch und räumlich-baulich an die benachbarte Alteneinrichtung des Rosemarie-Nieschlag-Hauses angeschlossen werden. Es sollen kleine Wohnungen für Ein- bis Zweipersonenhaushalte gebaut werden. Die Wohnungen in drei U-förmig angeordneten Gebäuderiegeln sind über Laubengänge erreichbar. Auf der sich nach Süden öffnenden Dachfläche befindet sich neben individuellen Terrassen ein Gemeinschaftsgarten mit Pergola im Süden.“ Der Parkplatz für Autos soll neu angeordnet werden. Dazu gab es im Vorfeld einige Nachfragen seitens der Politik, denn gewünscht ist auch die Einrichtung eines Wertstoffhofs. Details sollen in den nächsten Monaten verhandelt und geklärt werden. Klar scheint dabei schon die Zufahrt für Autos zu sein: „Die Erschließung erfolgt über zwei Zufahrten von der Iltener Straße aus, wobei die südliche nur für den zufließenden Verkehr vorgesehen ist, während die nördliche in beide Richtungen befahrbar ist. Auf diese Weise wird eine bedarfsgerechte Zuwegung des kommunalen Bolzplatzes im Osten zum Zwecke der Freiflächenpflege über die Stellplatzanlage des Marktes ermöglicht. Die Parkplatzerschließung dient zugleich als Zufahrt der Anlieferung, die an der östlichen Stirnseite des Marktgebäudes untergebracht ist. In das Freiflächen- und Erschließungskonzept einbezogen ist ein 20 Meter breiter Streifen des Bolzplatzes. Im Süden dieser Erweiterungsfläche wird ein Becken für die Regenwasserversickerung angelegt und es ist die Ersatzpflanzung einer Gehölzreihe vorgesehen. Im Übrigen wird die Stellplatzanlage durch die Anpflanzung von Einzelbäumen gegliedert und im Nordwesten durch eine Schnitthecke eingefasst."
Positive Einordnung gaben die Fraktionsvorsitzenden aller Parteien. Das Baukonzept sei ein Beispiel für moderne Stadtentwicklung, die letztlich für mehr Lebensqualität sorge.