Probleme nicht gelöst

Wolfsberater Helge Stummeyer (von links), Vereinsvorsitzende Christine Ahrens und Jochen von Nathusius. (Foto: Privat)

Wolfsberater beim Stammtisch zu Gast

Ahlten (r/gg). Thema beim Stammtisch des Vereins "Lebendiges Ahlten" im Landhotel Behre war „Der Wolf in unserer Region“. Der ehrenamtlich tätige Wolfsberater Helge Stummeyer machte den Spannungsbogen zwischen der Gesetzgebung, die einen strikten Schutz des Wolfes vorgibt, und den von Wolfsrissen betroffene Weidetierhaltern deutlich. 
Nach amtlichen Feststellungen gebe es 320 Wölfe in Niedersachsen, die in 39 Rudeln, aber auch als Einzeltiere leben - so seine Information. Man rechne mit einem jährlichen Anstieg der Population um 33 Prozent. Eine Bejagung komme erst dann in Betracht, wenn alle geeigneten Naturräume durch Rudel besetzt seien.
Die letzten Wolfsrisse des Rudels aus dem Burgdorfer Holz am 17. Oktober bei Steinwedel und am 21. Oktober in Grafhorn wurden thematisiert. Ganz aktuell wurde einen Tag vor dem Stammtisch eine gerissene Hirschkuh in der Gemarkung Kolshorn nahe der Ahltener Grenze gemeldet. Stammtisch-Organisator Jochen von Nathusius erhofft sich eine Versachlichung des Themas. Im Gespräch mit dem Marktspiegel erklärt zur Stimmung unter den Zuhörern: "Die betroffenen Weidetierhalter sehen Probleme, empfinden die bisherige Regelung als unbefriedigend."