Praktikum macht Lust auf Ausbildung

Mert, Simon und Maurice zeigten ihre schmackhaften Praktikumsergebnisse.

Hauptschule lädt zum Tag der offenen Tür mit Praktikumsausstellung ein

VON DANA NOLL

LEHRTE. Mert ist begeistert. „Das hat schon Spaß gemacht, so etwas könnte ich mir gut für die Zukunft vorstellen“, erzählt der Neuntklässler über sein Praktikum im Hotel Plaza Hannover. Und auch Simon ist zufrieden mit seinem Praktikum beim Bäcker, „obwohl man dort recht früh aufstehen muss.“
60 Lehrter Hauptschüler aus den 9. Klassen haben ihr zweites Betriebspraktikum absolviert. Für drei Wochen hatten sie die Möglichkeit in verschiedene Berufsfelder von Handwerk über Altenpflege bis hin zu Einzelhandel und KFZ-Mechatronik reinzuschnuppern. Dieses schuljahresbegleitende Angebot sieht verschiedene Bausteine und Module vor, den Jugendlichen Berufsorientierung zu bieten und systematisch den Übergang Schule-Ausbildung-Beruf zu ermöglichen. Das beinhaltet neben diesem Praktikum in Jahrgang 9, ein zweiwöchiges Praktikum in der 8. Klasse und eine Berufsorientierung in Klasse 10, das häufig mit einem Angebot für einen Ausbildungsplatz abschließt.
Am vergangenen Donnerstagnachmittag stellten die Schüler am Tag der offenen Tür ihre Ergebnisse vor. Die Mädchen und Jungen hatten sich viel Mühe gegeben, auf Plakaten oder mit Hilfe von Exponaten und Schautafeln, den Besuchern einen Einblick in ihre Praktikumswoche zu geben. So wie Leonie und Elson, die in einer Fahrradwerkstatt tätig waren. „Das war sehr interessant, wir mussten bei Inspektionen oder Reparaturen helfen.“ Im Bereich Industriemechanik/Elektro war David unterwegs, für den es „schon eine Herausforderung war, während seiner Praktikumswoche auf ein Silo klettern zu müssen“, berichtet er.
„Wir legen großen Wert auf die Berufsorientierung unserer Schüler. In den Praktika lernen sie, sich in einem Betrieb zurecht zu finden und müssen Durchhaltevermögen und Arbeitsbereitschaft zeigen“, so Kappe. „Wenn die Augen zu leuchten beginnen, während die Mädchen und Jungen von ihren dortigen Erlebnissen erzählen, dann haben sie wohl das richtige Berufsfeld gefunden“, ergänzt Dipl. Sozialpädagogin Yvonne Kriester, die als schulische Sozialarbeiterin für die Beratung und Begleitung der 8. bis 10. Klassen in der Berufsorientierung zuständig ist.
Die 10. Klassen sorgten für das leibliche Wohl und die 7. und 8. Klassen boten zahlreiche Mitmachaktionen für Mitschüler und Gäste. Schulleiter Burkhard Kappe bedauerte allerdings, dass „nur wenige Besucher gekommen waren und hätte sich eine größere Anteilnahme erhofft.“