Prachtvolle Blüten entfaltet

Idyllische Ansichten sind im Hämelerwald zu finden. (Foto: Rolf Stender)

Bärlauch im Hämeler Wald fasziniert

LEHRTE-SEHNDE (gg). Auf Impressionen, die Wanderer jetzt im Hämeler Wald erleben können, macht Rolf Stender vom Verein Naturfreunde aufmerksam. Er schreibt: "Ein einmaliges Bild bieten die Bärlauchblüten." In ihrer prachtvollen Fülle, offensichtlich in diesem Jahr von der Witterung besonders begünstigt, bedecken sie den Waldboden fast vollständig. Bärlauch, die altbekannte Gemüse-, Gewürz, und Heilpflanze, findet in der Küche gute Verwendung. Nicht so bekannt ist die Verwendung der Knospen zur Herstellung von Bärlauchkapern oder die Konservierung wie Sauerkraut zur Vitamin-C-Speicherung. Bärlauch hat eine effektive Heilwirkung bei Arteriosklerose, Bluthochdruck und Darmerkrankungen. Die Erntezeit ist just vorbei, bald haben die Blätter genug Energie in die Zwiebel im Boden geleitet, um bis zum nächsten Frühjahr unscheinbar zu überdauern. Dann wird sich der frische dem Knoblauch ähnliche Duft verbreiten und daran erinnern, wie viel Gutes die Pflanzen für die Menschen tun.
Rolf Stender beschreibt seine Wanderung in der Natur: "Ich schätze die interessante Natur dieser Region. Gerade habe ich den Wald betreten, da geht die Entdeckungstour auch schon los. Die gelb leuchtenden Windröschen haben gerade ihre weißblühende
Pflanzengattung abgelöst. Zusammen mit den gelben Goldnesseln. Den Sternen des Scharbockskrauts und dem wolligen Hahnenfuß präsenieren sie sich als Sonnenanbeter. In der Nähe eines kleinen Baches begeistern mich die zart lila blühenden Pflanzen des Wiesenschaumkrauts. Auch der blühende Bärlauch bedeckt schon mit großen Populationen den Boden. An dieser Stelle des kleinen Baches verrät eine kräftige Wildschweinfährte
den ständigen Bachübergang. Den blauen kräftigen Pyramiden-Günsel gefällt hier der feuchte Waldboden. Einige hundert Meter entfernt haben die Frösche für reichlich Froschlaich im flachen Bachlauf gesorgt. Die Sterne der großen Sternmiere leuchten in
großflächigen Populationen. Der blaue Gundermann kämpft mit den trockenen Wegeseitenräumen um ein normales Wachstum. Die anspruchslose Knoblauchsrauke bevölkert überall die Wanderwege. Die Waldveilchen bringen überall leuchtendes Blau hervor. Das Milzkraut überzeugt den Wanderer mit kräftigen Grün. Plötzlich rasen Ricke und Rehbock über den Weg, blind vor Liebe. Als sie mich als Störenfried entdecken, endet die Jagd abrupt, um dann die Flucht anzutreten. Ich nehme die Stunden der Beobachtung mit auf den Heimweg und grüße zum Schluss die alte krüpplige Ulme, die immer wieder meine Blicke auf sich zieht."