Plattdeutsch sorgt für Freude

Helga Kracke (von links), Pastor Johann Christophers und Wolfgang Plate in der Martinskirche. (Foto: Günter Friedrich)

Anderer Gottesdienst in der Martinsgemeinde

AHLTEN (r/gg). "Ja, Gott versteht auch platt." Das war die klare Antwort auf die Frage, die sich die Plattsnacker des Vereins Lebendiges Ahlten und Pastor Johann Christophers als Thema zum anderen Gottesdienst in der Martinsgemeinde gestellt hatten.
Schon in der Begrüßung durch Wilfried Herzberg und in einem Zwiegespräch zwischen ihm und Wolfgang Plate wurde deutlich, dass Gott nicht nur hochdeutsch, englisch, französisch und Latein, sondern auch die moderne Jugendsprache und selbstverständlich plattdeutsch versteht.
Pastor Christophers ging in seiner bewegenden Predigt sogar noch weiter. „Gott versteht nicht nur platt, sondern er spricht auch platt“, war seine Kernaussage. Gott spricht durch Jesus die Menschen dort an, wo er sie antrifft und er wählt die Sprache, in der sie in ihrem Alltag sprechen. Denn nur in dieser Sprache wird er verstanden und erreicht die Herzen der Menschen. So sprach auch Jesus vor 2000 Jahren in seiner Muttersprache Aramäisch, die von der Bibelsprache Griechisch etwa so weit entfernt war wie heute das Arabische vom Deutschen.
Pastor Christophers, der hochdeutsch als seine erste Fremdsprache bezeichnete, erreichte mit seiner in klarem Plattdeutsch gehaltenen Predigt nicht nur die Ohren, sondern auch die Herzen der Besucher in der gut gefüllten Kirche.
Zur besonderen Stimmung trugen auch die liturgischen Texte und Gesänge in plattdeutscher Sprache bei. Extra-Applaus gab es für Rüdiger Pankallas gefühlvoll zur Gitarre vorgetragene plattdeutsche Lieder - so der Bericht von Günter Friedrich.