Plädoyer für heimische Arten

Dank aus dem Vorstand des Vereins Landfrauen gab die Vorsitzende Uta Busch an Uwe Westphal für den Vortrag im Landhotel Behre weiter. (Foto: Anke Claus)

Ornithologe gibt Tipps für gute Pflanzung

AHLTEN (r/gg). Der Verein Landfrauen Lehrte-Sehnde begrüßte zum Vortrag den promovierten Ornithologen, Buchautor und Vogelstimmenimitator Uwe Westphal. Er sprach zum Thema „Gartenvögel-Vogelgärten – Ein Naturerlebnis“ im voll besetzen großen Saal im Landhotel Behre. "In beeindruckender Weise stellte er unsere heimischen Vögel und die Veränderung der natürlichen Umwelt unserer Vögel dar", berichtet Anke Claus, Sprecherin im Verein Landfrauen. In früheren Zeiten in Auwäldern, kleinteiliger Landwirtschaft oder auf Streuobstwiesen beheimatet, nähmen Vögel die Städte als Lebensraum an, wenn sie ihren natürlichen Lebensraum verlieren. Die Anpassung an das städtische Umfeld sei insbesondere den Spezialisten in der Vogelwelt nicht uneingeschränkt möglich, so dass viele Arten vom Aussterben bedroht seien.
"Heimischen Gartenvögeln kann jeder Gartenbesitzer Gutes tun", so die Botschaft des Vortrags. Eine natürliche Gartengestaltung unterstütze die Vögel bei der Ernährung und Aufzucht der Jungen. In jedem noch so kleinem Garten sollte bei der Gestaltung und Bepflanzung heimischen Sträuchern, Stauden und Bäumen der Vorzug gegeben werden. Uwe Westphal schilderte anschaulich, wie viele Vogelarten an heimischen Sträuchern, Nahrung finden. Am schwarzen Holunder sind es beispielsweise über 40 Arten. Forsythien und Rhododendron bieten keiner einzigen Vogelart Nahrung.
Der eigene Garten sollte niemals „zu aufgeräumt“ sein, ein kleiner Steinhaufen, ein Hügel Baumabschnitt, gern auch grün überwuchert, bieten Unterschlupf und Nahrung für Kleintiere, Vögel und Insekten. Insekten sind das Futter für Jungvögel. Ein insektenreicher Garten bietet den Vögeln Futter für Jung und Alt. Tipps für den richtigen Aufbau von Nisthilfen und Futterstellen rundeten den Vortrag ab. Anke Claus berichtet: "Ein spannender und lehrreicher Nachmittag ist wortwörtlich wie im Fluge vorbei gegangen."