Pferdesport und Fohlenauktion erleben

Die Ankündigung des Trakehner-Turniers am nächsten Wochenende hängt Hans-Heinrich Prüße selbstverständlich gern an seiner Stallgasse auf. (Foto: Gabriele Gosewisch)

Hans-Heinrich Prüße empfiehlt Trakehner-Turnier, Profis und Amateure feiern großes Fest

AHTLEN (gg). In diesen Tagen gibt es eine spezielle Anreisewelle, was an dem Reitsportturnier und der Fohlenauktion liegt, die von Donnerstag, 25., bis Sonntag, 28. Juli, im Reiterstadion in Hannover-Sahlkamp zu erleben sind. Rund 600 Pferde aus nur einer Rasse, die Trakehner, sind dort vertreten. Ihre Besitzer und Reiter kommen aus ganz Deutschland und den Nachbarländern. Mobilisiert sind alle Mitglieder des Trakehner-Verbands zur Unterstützung, auch Landwirt Hans-Heinrich Prüße aus Ahlten gehört dazu. „Einfach eine gute Idee“ sei der Besuch dieser Veranstaltung, so sein Hinweis. Obendrein sei das, was geboten wird, wirklich einzigartig. Die Trakehner Pferde ziehen den Betrachter tatsächlich in ihren Bann, überzeugen mit sportlicher Leistung, liefern höchst ästhetische Bilder. Unter den Pferdehalterinnen im Pensionsbetrieb von Hans-Heinrich Prüße löst das Stichwort Elchschaufel, das Rassezeichen der Trakehern, spontan positive Reaktionen im Gespräch in der Stallgasse aus. „Oh, ja, die sind toll. Ich kannte mal einen“, so der Tenor. Einmal wieder nah dran sein, zum Turnier und zur Fohlenaktion hinfahren, kursiert als lose Verabredung. Schon wird gegoogelt. Der Zeitplan ist unter dem Stichwort Trakehner-Verband natürlich schnell zu finden. Am Freitag gibt es um 16 Uhr die erste Präsentation der Auktionsfohlen und am Abend darf beim Sommerfest im Festzelt am Springplatz gefeiert werden. Am Samstagabend beginnt um 19.30 Uhr die Open-Air Fohlenauktion, davor gibt es Freibier. In Anschluss an die Auktion heißt der Treffpunkt „Get together“ im Festzelt auf dem Turnierplatz. Profis und Amateure stehen dann beieinander. Sowohl unter den Reitern als auch unter den Züchtern und Besitzern gibt es dann ein Kennenlernen, Tipps werden ausgetauscht, Ideen entwickelt. „Jeder für sich sollte die sportlichen Ambitionen pflegen“, meint Hans-Heinrich Prüße. Er beobachtet unter den Pferdebesitzerinnen eine große Passion für das Hobby. "Aber die sportliche Förderung sollte die Basis bleiben", meint er. Seine Haltung ist nachvollziehbar. Anfang der 70er Jahre war Hans-Heinrich Prüße im Springreiten höchst erfolgreich, war sogar Landesjugendmeister. Das schafft nicht jeder. Es folgten Empfehlungen. Über viele Jahre war er als Auktionsreiter tätig.
„Eigentlich bin ich über Kurt Grefe hier in Ahlten zum Reitsport gekommen“, erinnert sich Hans-Heinrich Prüße zum inzwischen verstorbenen Ehrenortsbürgermeister. Er ergänzt: „Wir sind mit den Tieren aufgewachsen. Was mit dem Begriff Horsemanship verbunden ist, war unser Alltag.“