Pfefferspray im Regionalzug

Zeugenaufruf der Bundespolizei

Lehrte-Uetze (r/gg). Der Anlass, der am 18. Dezember zu einem Einsatz mit 16 Polizeibeamten von Bund und Land sowie 18 Rettungskräften geführt hat, beschäftigt die Ermittler weiterhin: Ersten Erkenntnissen zufolge ist in einem Regionalzug von Hannover nach Lehrte ein 49-Jähriger aus Uetze auf eine Gruppe von drei bis fünf Jugendlichen oder jungen Männern getroffen. Nach einem Wortwechsel, dessen Inhalt für die polizeilichen Ermittlungen von großer Bedeutung ist, kam es zum Einsatz eines Tierabwehrsprays gegen die Jugendlichen. Das führte im geschlossenen Reisezugwagen zwangsläufig zu Reizungen der Atemwege und der Schleimhäute bei weiteren zwölf Mitreisenden. Diese wurden vor Ort rettungsärztlich versorgt. Die Jugendlichen sollen den Uetzer teils mit einem Schlagstock und einem Schlagring bedroht haben. Der 49-Jährige wurde im Anschluss in ein Krankenhaus gebracht. Die Jugendlichen sind flüchtig. Für die ermittelnde und zuständige Bundespolizei in Hannover ist insbesondere von Bedeutung, wer den Konflikt verursacht hat und welcher Wortlaut zu der Eskalation führte. Eine vage Beschreibung der Flüchtigen liegt der Bundespolizei bereits vor. Der Einsatz eines Tierabwehrsprays gegen Personen stellt ebenso einen Verstoß gegen das Waffengesetz dar, wie auch der Besitz, das Mitführen oder gar der Einsatz eines Schlagstocks und Schlagrings gegen Personen. Zeugen melden sich bitte bei der Bundespolizeiinspektion Hannover unter der Telefonnummer 0511 303 65 50 09.