Perspektive für das Paradies aufgezeigt

Dirk Claus, Berthold Jöhrens und Björn Rohloff empfehlen das Projekt "Blühende Felder in Ahlten". (Foto: Gabriele Gosewisch)

Patenschaften für blühendes Feld am Ortsrand möglich

Ahlten (gg). Das „blühende Feld“ am Kreisel nördlich der Streuobstwiese an der Planetenstraße, dicht am Friedhof, ist in einem hervorragendem Zustand. Bei einem Ortstermin lobte Björn Rohloff, Experte von der Stiftung Kulturlandpflege, den Bewuchs der 2,64 Hektar großen Fläche. Er sagte: „Selbst jetzt im November sind noch viele Blüten zu sehen, darunter Ringelblumen, Malven, Borretsch und viele mehr.“ Während des Gesprächs der Landwirte Berthold Jöhrens und Dirk Claus, die gemeinsam mit Landwirt Hans-Heinrich Prüße in der Agro GbR diese Fläche bewirtschaften, flogen Finken-Schwärme auf, ließen in der Abendsonne ihre wunderbare gold glänzende Pracht erkennen. Björn Rohloff ist begeistert und erklärt: „Dass diese Fläche für die Feldvögel ein Paradies ist, hat sich schon über den Sommer gezeigt.“ Als Berater für Naturschutzmaßnahmen begrüßt er die Initiative der Landwirte, die zur Realisierung dieses „blühenden Feldes“ beigetragen hat. Sie haben die Fläche aus ihrer landwirtschaftlichen Bewirtschaftung herausgenommen, haben damit keinerlei Möglichkeit mehr, Agrar-Fördermittel zu beantragen. Dafür haben sie freie Hand bei der Art der Naturschutzmaßnahmen. Realisiert wurden vier Strukturen: einjährige Blühpflanzen-Streifen, mehrjährigen Blühpflanzen-Streifen, Feldvogelinseln und Weizenstreifen. Bodenorganismen, Insekten, Vögel und Wildtiere fühlen sich wohl, die vielfach zitierte Artenvielfalt ist hier live zu erleben, direkt am Dorfrand. Und weil die Ahltener mit dem „blühenden Feld“ den Naturschutz so dicht geboten bekommen, wirbt die Argr GbR für bürgerschaftliches Engagement und Finanzierung.
Aufgerufen sind Interessierte, am Projekt „Blühende Felder in Ahlten“ teilzunehmen. Patenschaften können übernommen werden, ein Quadratmeter kostet 45 Cent pro Jahr. Der Mindestbeitrag liegt bei 20 Euro pro Jahr. Kontakt gibt es telefonisch unter den Rufnummern: 0171 55 93 377 oder 0172 42 92 180 oder per E-Mail dirkclaus@web.de.