Personelle Engpässe schließen

Pastor Axel Kawalla ist im Kirchenkreis Burgdorf tätig. (Foto: Privat)

Pastor Axel Kawalla kommt in den Kirchenkreis

ALTKREIS (r/gg). In mehreren Kirchenkreis-Gemeinden gibt es personelle Engpässe bei den Pastoren-Stellen. Daher ist eine halbe Springer-Pfarrstelle im Kirchenkreis Burgdorf eingerichtet worden. Übernommen hat sie der hannoversche Pastor Axel Kawalla, der zunächst in der St.-Petri-Kirchengemeinde, Steinwedel, eine Vakanz-Vertretung übernimmt.
Der 51-Jährige absolvierte zuvor eine dreimonatige Studienzeit in New York und war davor ebenfalls mit halber Stelle 17 Jahre Pastor in der Melanchthon-Gemeinde, Hannover. Mit seiner zweiten halben Stelle bleibt Axel Kawalla HIV- und AIDS-Seelsorger in der Landeskirche Hannovers.

„Pastor Kawalla ist eine große Bereicherung für unseren Kirchenkreis. Ich erlebe ihn als einen Sprachkünstler mit großer Liebe zum Menschen. Als Springer-Pastor wird er häufig die Einsatzorte wechseln – ich bin sehr zuversichtlich, dass er dank seiner Offenheit und Neugier auf Menschen sehr schnell Beziehungen knüpft und sich auf die jeweiligen Bedürfnisse vor Ort einstellt“, sagt Superintendentin Sabine Preuschoff.
Zum Werdegang: Axel Kawalla ist in Langenhagen aufgewachsen und durch sein Elternhaus, durch Jugendarbeit und Kirchenmusik in die Kirche hineingewachsen. Er studierte Evangelische Theologie und lernte die praktische Gemeindearbeit im Vikariat in der St.-Jacobi-Kirche in Göttingen. Seit dieser Zeit ist es ihm wichtig, dass bildende Kunst immer wieder seinen kirchlichen und theologischen Horizont erweitert.

 Bei einem längeren Aufenthalt in Kamerun merkte Axel Kawalla, wie viel Rhythmus und Bewegung in der Kirche möglich sind. „In Gesprächen mit meiner Frau Christiane Rösener habe ich gelernt, dass Gott größer ist als die europäischen und männlichen Vorstellungen, die bis heute in vielen Köpfen und Herzen stecken“, sagt Axel Kawalla. Mit seinen erwachsenen Töchtern, überlegt der Theologe immer wieder, wie er klimafreundlicher leben könnte und ob für ihn auch dazu gehört, Vegetarier zu sein. In der Melanchthon-Gemeinde Hannover hat Axel Kawalla mit anderen verschiedene Gottesdienst-Formate von Kleingruppen-Gesprächen statt Predigt bis hin zu Slam-Poeten auf der Kanzel entwickelt. Den Pastoren-Alltag mit Konfirmandenunterricht, Taufen, Trauungen und Beerdigungen erlebt er nicht als Alltag, weil er alle Tage andere Menschen mit jeweils ihrem Blick auf die Welt und Gott trifft. „Mit diesen gemeinsam nach Gott zu suchen, ist immer eine intensive und sehr oft eine sehr fröhliche Angelegenheit, eben weil Gott ja nicht ein Gott der Langeweile und des Missmutes, sondern ein Gott der Freude und Vielfalt ist“, sagt Axel Kawalla über seine Kernaufgabe.
Vor einigen Jahren gestaltete der Pastor in der Arche-Kirche in Laatzen die künstlerischen Entwürfe für die Glasfenster. „Zu überlegen, wie eine Kirche zu einem Raum wird, in dem Menschen Gott und einander begegnen, ist eine wunderbare Aufgabe; weil es immer damit zu tun hat, damit zu rechnen, dass das Wunder dieser Begegnung geschehen kann“, sagt Axel Kawalla. Seine offizielle Amtseinführung findet im Juni statt.