Pastorin Dr. Uta Blohm ist neue Klinikseelsorgerin

Dr. Uta Blohm ist neue Klinikseelsorgerin für die Kliniken Lehrte und Wahrendorff.

Offizielle Amtseinführung in der Ev.-luth. Markus-Kirchengemeinde

VON DANA NOLL

LEHRTE. Am vergangenen Sonntagvormittag wurde Pastorin Dr. Uta Blohm im Rahmen des Gottesdienstes von Superintendentin Sabine Preuschoff als Klinikseelsorgerin für die Kliniken Lehrte und Wahrendorff (Köthenwald) offiziell in ihr Amt eingeführt.
In die Lehrter Evangelisch-lutherische Markus-Kirchengemeinde waren etwa 80 Personen gekommen, darunter auch Lehrtes Bürgermeister Klaus Sidortschuk sowie Mitglieder aus der Ökumene und den Krankenhäusern.
„Wir freuen uns sehr, dass die Stelle so kompetent besetzt ist und Kirche und Krankenhaus weiterhin so gut zusammen arbeiten können“, erklärte Superintendentin Sabine Preuschoff.
Dr. Uta Blohm wurde 1967 in Stadthagen geboren, wuchs in Essen auf und studierte dann evangelische Theologie in Bochum, Heidelberg und Wuppertal. Nach dem theologischen Examen im Jahr 1992 absolvierte sie in Düsseldorf ihr Vikariat, darauf ein Sondervikariat in einer anglikanischen Gemeinde in London. Im Jahr 1996 wurde die Theologin in der Evangelischen Kirche im Rheinland ordiniert. Im Anschluss war die Pastorin wissenschaftliche Assistentin am Lehrstuhl Ökumenik, Missions- und Religionswissenschaft an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal und promovierte dann über Religious Traditions & Personal Stories. Women Working as Priests, Ministers and Rabbis. Parallel zur Elternzeit bildete sich Blohm in der Psychotherapie fort und wurde im Jahr 2009 in der Londoner Trinity Camden Town Pastorin der United Reformed Church.
Dr. Uta Blohm bringt umfassende Erfahrungen in der Klinikseelsorge mit. In den Jahren 2009 bis 2017 war sie Seelsorgerin in einem psychiatrischen Krankenhaus, dem Highgate Mental Health Centre in London. Vor ihrem Amtsantritt im Januar 2019 an den Lehrter Kliniken war sie stellvertretende Seelsorgerin im hannoverschen Annastift.
„Seelsorge lebt von Mitleiden und Mitfühlen. An der Seite sein, wenn Menschen durch ein finsteres Tal gehen. Trauer, Wut, Sprachlosigkeit aushalten können und - bleiben. Das ist eine schöne aber schwere Aufgabe“, erklärte Sabine Preuschoff.
„Tränen sind wichtig. Nur wer weinen kann, kann sich auch freuen und Freude wahrnehmen“, so die Superintendentin weiter. Sie wünschte der Pastorin, „Gottes Segen, die Kraft, Tränen auszuhalten, Geduld, Klarheit und ein offenes Herz.“
„Es ist ein Privileg Pastorin zu sein. Ich löse die Probleme nicht, aber bin dabei, wenn andere sie lösen und stehe ihnen zur Seite. Mein Herz schlägt für die Seelsorge, ich freue mich auf die Begegnungen mit ganz unterschiedlichen Menschen in Lehrte“, so zitierte Superintendentin Preuschoff die neue Klinikseelsorgerin bei der Amtseinführung.