Parteien im Ortsrat Ahlten geschlossen für den Erhalt des Krankenhauses

In Lehrte sammeln Jungsozialisten (in der Mitte Christoph Lokotsch und André Tepper) ebenso wie die CDU (rechts Bernward Schlossarek) Unterschriften für den Krankenhaus-Erhalt. Zwar inhaltlich einig, wollen sie diese Forderung aber doch nur auf den jeweils eigenen Listen unterschreiben - in Ahlten dagegen machen die Parteien dies (und das Sammeln der Protest-Unterschriften) gemeinsam. (Foto: Walter Klinger)
Lehrte: Klinikum Region Hannover Lehrte |

Gemeinsame Unterschriftensammlung für den Erhalt des Standortes Lehrte

AHLTEN (r/kl). „Alle sind sich einig!“, so könnte man titeln, wenn es um die Reaktion der im Ahltener Ortsrat vertretenen Parteien (CDU, SPD, Grüne, FDP) geht, auf die jüngst bekannt gewordenen Überlegungen der Klinikum Region Hannover GmbH, das kürzlich modernisierte Krankenhaus Lehrte mit dem Krankenhaus Großburgwedel an einem dritten Ort zusammenzulegen und die beiden Standorte dafür aufzugeben.
Die medizinische Versorgung würde leiden, jedenfalls wenn man sich die Wege ansieht, die insbesondere Bürgerinnen und Bürger aus dem südöstlichen Bereich der Region zum nächsten Krankenhaus zurücklegen müssten.
Hinzu komme, dass Arbeitsplätze in Lehrte durch eine Verlegung in recht hoher Anzahl verloren gingen und dass sich die Arbeitsbedingungen für zumindest einen Teil der derzeitigen Belegschaft des Krankenhauses Lehrte verschlechtern würden.
Neben dem Argument, dass es sich bei der medizinischen Versorgung, die sicherlich nicht umsonst die Region Hannover als öffentliche Institution übernommen hat, nicht nur einfach um ein „ökonomisches Spielfeld“ handelt, sollte man auch die Auswirkungen beachten, die sich mit der Aufgabe des verkehrstechnisch sehr gut angeschlossenen Krankenhauses Lehrte ergeben würden.
Die Infrastruktur vor Ort sei mit zwei Autobahnen, direktem Schienenanschluss in alle Himmelsrichtungen und gerade modernisierten Teilen des Krankenhauses selbst sehr gut. Zudem bietet sich auf dem derzeit genutzten Grundstück noch ausreichend Platz für Erweiterungen, falls nötig.
Die Ahltener Parteien bringen auf diesem Wege ihren Unmut über die nicht nachvollziehbare Kommunikation und insbesondere hinsichtlich der nicht durchdacht erscheinenden und nun in der Diskussion befindlichen Überlegungen zum Ausdruck und bitten alle Ahltenerinnen und Ahltener darum, sich mit ihrer Unterschrift unter der angefügten Petition anzuschließen.
„Auch wenn es möglicherweise mehrere Unterschriftenaktionen gibt, so sollten wir nicht müde werden, unsere Erwartungen und Forderungen nach einer angemessenen medizinischen Versorgung Nachdruck zu verleihen“, heißt es einmütig von Seiten der Ahltener Parteivorsitzenden Heike Koehler (CDU), Timo Bönig (SPD), Christian Klein-Heyl (Bündnis90/Die Grünen) und Dieter Münstermann (FDP), wie auch den dahinter stehenden Mitgliedern der jeweiligen Parteien.
Die auch in Ahlten zu der laufenden Petition gesammelten Unterschriften sollen dabei zeigen, dass die Ahltenerinnen und Ahltener zum Thema „Erhalt des Krankenhauses Lehrte“ ebenso denken, wie die Vertreter in ihrem Ortsrat und viele andere Lehrterinnen und Lehrter auch.