Osteuropa-Hilfe: Spendet jetzt für die Flüchtlinge in Lehrte!

Erst im Januar dieses Jahres schickte Almuth Müller (oben auf der Ladefläche) einen Lkw mit 860 Bananenkartons voller Spenden nach Moldawien (unser Foto mit Landwirt Philipp Lüders, der mit einem Gabelstapler beim Einladen half). Jetzt bittet die engagierte Arpkerin für dieses Jahr um Spenden für die Flüchtlinge vor Ort in Lehrte. (Foto: Walter Klinger)

Organisatorin Almuth Müller leistet bereitsFlüchtlingshilfe

ARPKE (r/kl). "In diesem Jahr kann ich leider keine Sammlung für Osteuropa durchführen. Momentan engagiere ich mich für eine irakische Familie", teilt die engagierte Almuth Müller mit, die über lange Jahre in Arpke eine Sammelstelle für die Humanitäre Hilfe (Humhil) Osteuropa organisierte.
"Die vielen Flüchtlinge, und das sind in Lehrte in diesem Jahr schon weit mehr als zu Jahresbeginn erwartet wurde, benötigen natürlich auch Kleidung, Bett-und Tischwäsche, Spielzeug, Kinderwagen und Verschiedenes mehr wie Hausrat im Allgemeinen, Möbel, Fahrräder und ähnliches.
Das alles können die Flüchtlinge beim DRK, der AWO oder dem Sozialen Kaufhaus bekommen", so Almuth Müller, bei der schon wieder einige Bananenkartons mit Spenden für Belarus und Moldawien eingegangen sind, obwohl sie in diesem Jahr gar nicht dazu aufgerufen hatte.
Almuth Müller rät weiteren interessierten Spender/innen nun zur tätigen Hilfe für die Flüchtlinge: "Wenn Sie also Spenden abzugeben haben, wenden Sie sich gern an die oben genannten Organisationen. Entsorgen Sie Ihre Hilfsgüter nicht einfach im Müll, sondern geben Sie den Flüchtlingen, die manchmal nicht einmal das Nötigste zum Leben haben, eine Starthilfe".
Das harte Schicksal der Menschen in den verarmten Regionen Osteuropas hatte in den Jahren zuvor die Herzen viele Spender/innen angerührt: „Am Schluss zählte ich dann genau 66 Bananenkartons gefüllt mit Handtüchern für das Krankenhaus in Basarabeasca/Moldawien“, berichtet Almuth Müller: "das sind etwa 1.300 bis 1.600 Stück".
Im Jahr 2013 hatte die Arpkerin bei einem Besuch in Moldawien dem Leiter dieses Krankenhauses mindestens 1.000 Handtücher zugesagt. „Eine kühne Zusage“, meinte ein Vereinsmitglied, der bei dem Gespräch anwesend war. Doch Almuth Müller hatte den Mund nicht zu voll genommen, denn sie wußte, zu welch großer Hilfsbereitschaft die Spender/innen in Arpke und Umgebung fähig sind.
Im Herbst 2014 warteten die Hilfsgüter (darunter die versprochenen Handtücher) vergeblich auf den Lkw. Doch die Mühe der emsigen Packerinnen, Ute, Dörte und Ulrike, die wochenlang jeden Montag geholfen hatten, wurde am 10. Januar dieses Jahres belohnt: der Lkw konnte, da trotz Winter kein Schnee und Glatteis für den Osten Europas in Sicht war, geordert werden und Richtung Moldawien starten.
"Dank Ihrer großzügigen Spenden, sowohl materieller als auch finanzieller Art, wurden 850 Bananenkartons, das ist ein halber 40-Tonner voll, beladen. Schon fünf Tage später hatte ich den Beweis, dass der Lkw sicher das Ziel errreicht hatte, in Form von Fotos auf meinem PC, berichtet Almuth Müller.
„Und dass es sich um die etwa 1.500 Handtücher handelte, konnte ich erkennen, weil ich diese Bananenkartons mit einer farbigen Gärtner-Müller-Banderole umklebt hatte.“
Um ähnlich große Hilfsbereitschaft bittet die Arpkerin nun auch für die Flüchtlinge, die derzeit praktisch ohne Habe in der Stadt Lehrte ankommen.