Ordentlich sauber gemacht

Die Jugend-Gruppe des RGF hat sich zur Müll-Sammelaktion getroffen. (Foto: Privat)

Twitter-Aktion beim Ruderverein

Lehrte-Sehnde (r/gg). Passend zum Twitter-Schlagwort #Worldcleanupday organisierte das in diesem Jahr gegründete "J(ugend)-Team" des Rudervereins für das Große Freie eine Müllsammelaktion. Innerhalb von etwa 1,5 Stunden waren zehn große Müllsäcke mit knapp 100 Kilo Müll gefüllt. Beteiligt waren insgesamt 15 Jugendliche, die Müll entlang des Kanalufers und aus den Grünstreifen sammelten.
Finja, Mitglied des J-Team, äußerte sich dazu wie folgt: „Besonders erschreckend fand ich die Menge an Müll, die so wenig Leute innerhalb eines doch recht kurz bemessenen Zeitraums sammeln konnten. Wir sind alle getrennte Routen gelaufen, sodass jede Kleingruppe einen eigenen Abschnitt zum Sammeln hatte.“
Jule, ebenfalls J-Team-Mitglied und Umweltbeauftragte des RGF, äußerte sich betrübt über die Zustände besonders an Bänken am Mittellandkanal sowie an der Schleuse Bolzum. „An fast jeder Bank am Kanal befinden sich Mülleimer, aber leider werden diese zu selten genutzt. Wir mussten feststellen, dass oft direkt um die Bänke verteilt sehr viel Müll zu finden ist. Darüber hinaus hatten wir uns von Anfang an das Sammeln an der Schleuse vorgenommen, ein beliebter Platz zum Angeln und Verweilen an langen Sommerabenden, vor allem bei Jüngeren. In Sozialen Netzwerken hatten sich Sehnder wiederholt über die Zustände dort beschwert. Leider gibt es im Bereich der Schleuse jedoch keinen einzigen Mülleimer, sodass nicht mal die Möglichkeit besteht, Abfall vor Ort zu entsorgen.“
Von Zigaretten-Resten, über Bierflaschen bis zu einem Kühlschrank und einem LKW-Reifen haben die Jugendlichen einiges gefunden. Der Fund einer echten Capri-Sonne war ein Highlight, da es diese ja nicht mehr gibt. Kurios auch der Fund einer leere Bierdose, die laut Mindesthaltbarkeitsdatum bereits 1997 abgelaufen war. Für den RGF schreibt Ronja Kampmann: "Man kann nur mutmaßen, dass die Dose bereits Mitte der 90er am Kanal geleert und mit einem Wurf ins Gebüsch entsorgt wurde. Etwa ein Viertel Jahrhundert später wurde die Dose nun gefunden und findet ihren Weg in die Mülltonne. Damit ist die Dose wohl älter als jeder Teilnehmer des Clean-Ups am Ruderverein."
Zum Fazit schreibt Ronja Kampmann: "Wir sind glücklich mit dem, was wir leisten konnten und sind uns sicher: Das muss wiederholt werden! Darüber hinaus hoffen wir durch unsere Aktion mehr Menschen zu einer korrekten Entsorgung von Abfall animieren zu können, damit weniger Müll in der Natur landet, sondern möglichst wieder dem Recyclingkreislauf zugeführt werden kann."