Nur noch Klaus Sidortschuk bleibt Bürgermeister-Kandidat

Von Vorentscheidung will Klaus Sidortschuk (links, hier bei der Lehrter SPD-Sprechstunde am vergangenen Samstag) noch nichts wissen: „Das Verfahren ist bis zum 21. Januar offen“. (Foto: Walter Klinger)

Der erkrankte Waldemar Kiefer zieht Bewerbung zurück

LEHRTE (kl). Waldemar Kiefer aus Steinwedel, einer der beiden Bewerber um die Kandidatur um das Bürgermeisteramt bei der Lehrter SPD, ist erkrankt und hat deshalb schon vor der von der Partei vereinbarten Vorstellungsrunden für die örtlichen SPD-Abteilungen seine Bewerbung zurück gezogen. Einziger Bewerber ist nun der 46-jährige Abteilungsvorsitzende der Lehrter Kernstadt, Klaus Sidortschuk. Bei den beiden bisherigen Vorstellungsrunden in Lehrte und Steinwedel scheint der Ministerialbeamte (der in seinem Lebensweg und seiner Karriere viele Parallelen zu dem bereits nominierten Bürgermeisterkandidaten Wolfgang Toboldt aufweist, der derzeit die Sehnder SPD in Aufbruchsstimmung versetzt) bei der Basis gut anzukommen.
Die letzte der parteiinternen Vorstellungsrunden ist am morgigen Donnerstag, 25. November, ab 19.30 Uhr für den östlichen Bereich Lehrte im Backhaus Arpke, Ahrbeke 4, terminiert. Der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Dr. Bodo Wiechmann wird dort die Mitglieder beruhigen können: „Waldemar Kiefer hat seine Operaton überstanden, ich habe bereits Kontakt zu ihm,“ berichtete der Lehrter SPD-Chef bereits gegenüber dem MARKTSPIEGEL.
Klaus Sidortschuk, der seinen Berufsweg in den höheren Dienst einst bei der Stadtverwaltung begann, wäre aber nicht stellvertretender Referatsleiter für Rechts- und Verwaltungsfragen im Kultusministerium, wenn er nicht betonen würde, dass es sich nach den Parteistatuten immer noch um ein „offenes Verfahren“ handelt: Noch in der SPD-Mitgliederversammlung am 21. Januar ab 19.30 Uhr im Restaurant „Zur Rübe“ könnten sich weitere Bewerber melden.
Selbst die Lehrter Parteiführung glaubt aber nicht, dass Nachmeldungen die Akzeptanz der Mitglieder fänden, schließlich wurden diese sämtlich schriftlich befragt, ob sie Interesse an einer Kandidatur hätten.
Abgesehen von seiner Rechts-, Verwaltungs- und kommunalpolitischen Erfahrung wird Sidortschuk auch zu Gute gehalten, dass er sich auch „festbeißen“ und leidenschaftlich um Standpunkte zu kämpfen vermag. Und auch seine Kenntnis der schulpolitischen Ebenen dürfte Sidortschuk, würde er zum Bürgermeister gewählt, bei der anstehenden Neuordnung der Lehrter Schullandschaft von Vorteil sein.