Nur noch Automaten am Bahnhof

Im Lehrter Bahnhof wird das DB-Reisezentrum vermutlich nur bis zum nächsten Sommer erhalten bleiben. (Foto: Helga Laube-Hoffmann)

Infos zum DB-Reisezentrum, SPD positioniert sich

Lehrte (r/gg). Mit dem Fahrplanwechsel am vorigen Wochenende hat die Transdev GmbH den Betrieb der östlichen S-Bahn-Linien von der DB-Region übernommen. Ab Juni 2022 wird das gesamte S-Bahn-Netz in der Region Hannover von der Transdev GmbH übernommen. Eine Konsequenz ist, dass der DB-Fahrkarten-Service eingeschränkt wird. "Die DB Vertrieb
GmbH wird daher das Reisezentrum Lehrte zum 11. Juni 2022 schließen", so die Information von Bürgermeister Frank Prüße an die Lehrter Ratsmitglieder. Ausdrücklich bittet er die Ratsmitglieder, die auch in der Regionsversammlung vertreten sind, politisch Einfluss zu nehmen, um die Schließung des Lehrter DB-Ladens abzuwenden. Angesprochen sind damit Helga Laube-Hoffmann, Bernward Schlossarek und Stefan Henze. Umgehend reagiert hat Helga Laube-Hoffmann in Form eines Protestbriefs. Dass statt des DB-Reisezentrums, ein Ladenlokal mit persönlicher Beratung, nur noch Ticket-Automaten zur Verfügung stehen sollen, bewertet sie als unhaltbaren Zustand. Sie schreibt: „Der Lehrter Bahnhof ist ein hoch frequentierter Bahnknotenpunkt und spielt eine wichtige Rolle bei Reisen unter anderem in Richtung Hannover, Wolfsburg oder Berlin, beziehungsweise Braunschweig. Es ist der dringende Wunsch auf Seiten unserer Stadt und im Interesse unserer Bürger in Lehrte, dass weiterhin ein Schalterangebot und das Reisezentrum vor Ort vorgehalten wird. Denn gerade unsere ältere Generation weiß eine gute Beratung mit Fahrkartenverkauf mit persönlicher Ansprache zu schätzen."
Lehrtes SPD-Fraktionsvorsitzende im Rat Maren Thomschke ergänzt: "Fahrkartenautomaten stellen keinen akzeptablen Ersatz dar, zumal sie des Öfteren defekt sind. Der Bahn kommt eine wichtige Rolle bei der Verkehrswende zu und dazu gehört als Dienstleistung, allen Menschen den Zugang zum Zugfahren so attraktiv und so einfach wie möglich zu gestalten."
Das Protestschreiben von Regionsabgeordneten Helga Laube-Hoffmann haben die SPD-Politiker an die DB aber auch an ihre Regions- Landtags- und Bundestagsabgeordneten weiter geleitet und um Unterstützung für eine Lösung gebeten.