„Nordsternquilter“ stellen bis Freitag in zwei Lehrter Kirchen aus

Gemeindepastorin Beate Gärtner (v.l.) mit den „Nordsternquiltern“, Schöpferinnen der prächtigen, noch bis Freitag (11. September 2015) jeweils von 15.00 bis 18.00 Uhr in der Lehrter Matthäuskirche ausgestellten Quilts, und Hubert Berz, der mit Wilfried Bock beim Aufbau der Ausstellung geholfen hat. (Foto: Walter Klinger)
Lehrte: Matthäuskirche |

Insgesamt 52 Hände fleißige Hände quilten für den guten Zweck . . .

LEHRTE (kl). Eine ganz neue Farbigkeit erleben derzeit während der noch bis Freitag (11. September 2015) andauernden, bereits achten Ausstellung der Patchwork-Frauengruppe „Nordsternquilter“ die Besucher/innen in der Matthäuskirche am Lehrter Markt und in der Nikolauskirche an der Osterstraße: Die bunten Musterkombinationen der Steppdecken sind eine Augenweide – und haben projektbezogen auch eine ganz besondere Geschichte. Vier davon und 311 weitere handgemachte Preise gibt es bei einer Verlosung zu Gunsten der Matthäus-“Orgelkur“ zu gewinnen.
Mit der noch bis Freitag geöffneten Ausstellung danken die „Nordsternquilter“ nicht zuletzt dafür, dass sie sich einmal im Monat im Kirchenzentrum treffen können. Jedes Jahr arbeiten die insgesamt 26 Frauen – so, wie es auch die Service Clubs nach angelsächsischem Vorbild tun – für drei konkrete Projekte. Dieses Mal unterstützen sie die Tschernobylkinder, die Jugendarbeit und die Sanierung der Matthäus-Kirchengemeinde.
Insgesamt 315 handgefertigte Kostbarkeiten in fünf Gewinnkategorien (in denen man/Frau! Den sich den Gewinn selbst aussuchen kann) enthält die Tombola, deren Hauptpreis (vier prächtige Quilts) zum Ausstellungsende am Freitag verlost wird. Jedes vierte Los (rerhältlich für zwei Euro, drei Lose für fünf Euro) gewinnt.
Damit nicht genug, haben die „Nordsternquilter“ für das Sanierungsvorhaben auch 570 „Orgelsäckchen“ mit dem auf den Stoff gedruckten Bild einer Orgelpfeife genäht. Seit Frühjahr liegen sie im Foyer der Matthäuskirche aus – um am besten mit einer Spende für die Orgelsanierung zum dortigen „Spendenbarometer“ zurück gebracht zu werden.
Gemeindepastorin Beate Gärtner hat ausgerechnet, wie viel Zeit allein für dieses Projekt von den Quilterinnen aufgewendet wurde: 285 (!) Stunden.
Die fleißigen Hände, die dieses bewerkstelligen, gehören Angela Schubert, Anja Becker, Anke Behrensdorf, Annette Tatchen, Annette von der Ehe, Barbara Rahyr, Brunhild Buchholz, Conny Tschirner-Seidel, Elke Berz, Elsbeth Matthes, Gisela Weniger, Helga Sundmacher, Irmgard Cramer, Margret Bock, Maria Grosser, Maria Stümpel-Heitmann, Marion Dening, Monika Berger, Monika Budny, Petra Scheunemann, Regina Heppeler, Ruth Fricke, Ruth Seus, Susanne Hempel und Ulrike Sattler. Beim Aufbau der noch bis Freitag jeweils von 15.00 bis 18.00 Uhr geöffneten Ausstellung halfen auch Wilfried Bock und Hubert Berz.
In der Matthäuskirche sind auch die Quilts eines besonderen Projektes ausgestellt: Acht Nordsternquilter nähten jeweils einen Mittelblock und schickten sie an eine amerikanische Patchworkgruppe – und diese die ihren nach Lehrte. Jetzt hängen die Round Robins fertig gequiltet von der Kirchenempore.
Wie Gruppensprecherin Anette Tatchen berichtet, gab es sogar noch ein „Dreiecksprojekt“: Quilts nur aus Dreiecken genäht. Diese besonderen Schaustücke sind jetzt auf beide Kirchen verteilt zu bestaunen.