Neues Konzept mit Dorf- und Schützenfest in Röddensen kam gut an

Auch beim Scheibenannageln machte der Dauerregen beim Röddenser Fest keine Pause. Feuerwehrmann Bernd Warnke (4.v.l.) vermochte diesen auch mit seiner Haltekelle keinen Einhalt zu gebieten. (Foto: Sabrina Dickhaeuser)
 
Jugendstandartenträger Björn Schrader (li.) und Fahnenträger Achim Fritz (Mitte) flankierten nach alter Tradition den Ehrentanz von Schützenkönig Hans-Otto Thiele (re.) und seiner Ehefrau Heidrun. (Foto: Sabrina Dickheuser)

Spannende Freiluft-Wettkämpfe der Ortsfeuerwehr und Fußballsparte

LEHRTE/RÖDDENSEN (dik). Wohl erstmalig in der Historie wurde das diesjährige Röddenser Dorf- und Schützenfest mit großem Erfolg gemeinsam von den Schützen mit der Freiwilligen Ortsfeuerwehr und der Fußballsparte des örtlichen Turn- und Sportvereins organisiert. Und so gab es neben dem traditionellen Festteil unter anderem spaßige Wettkämpfe der Feuerwehr und ein Kleinfeldturnier des TuS Röddensen.
Das Fest begann, nach alter Tradition mit der Proklamation der Majestäten. Damenkönigin ist Evelyn Nussbeck, Ehefrau des Vorsitzenden der Röddenser SchützInnen. Marcel Klöppner ist Jugendkönig, Benjamin Gellert ist Schülerkönig und Lennart Pecksen Junggesellenkönig.
Zum Scheibe annageln an seiner Moorbäckerei lies Schützenkönig Hans-Otto Thiele seine Gäste nicht im Regen stehen und offerierte diesen frisch aus dem Ofen gezauberten Brezeln sowie Apfel- und Pflaumenkuchen, so dass schon nach kurzer Zeit alle Anwesenden von innen soweit gewärmt waren, dass der Dauerregen kaum einen Gast noch störte.
„Bereits 1987 hat unser König Hans-Otto als Junggeselle schon einmal die Königswürde errungen“, resümierte Schützenchef Uwe Nussbeck, über den erneuten Sieg seines Vereinskämeraden nach 25 Jahren. Für den selbständigen Meister im Bäckerhandwerk habe, so Nussbeck, zuvor die berufliche Laufbahn im Mittelpunkt gestanden. Von Kindesbeinen an sei Hans-Otto Thiele zudem mit Leib und Seele „Jäger“ und bringe daher auch viel Zeit als 2. Vorsitzender der Jägerschaft Burgdorf auf. „Dass Hans-Otto nicht nur bewegliche Ziele treffen kann hat er am letzten Sonnabend auf dem Kleinkaliber-Stand bewiesen“, freute sich Uwe Nussbeck.
Im Anschluss an das Scheibenannageln wurden bis zum Abend auf dem Sportplatz in der Nähe der Festhalle von Jürgen Buchholz am Holzweg spannende und unterhaltsame Wettkämpfe der Feuerwehren aus dem „Alten Löschbezirk Röddensen“ ausgetragen, unter anderem beim Fußball mit Einsatzstiefeln und beim „Wappen-Dart“. Sieger wurde die Ortfeuerwehr Kolshorn, gefolgt von Heeßel. Auf den dritten Platz kam Steinwedel und den vierten Platz errang Röddensen. Kurzzeitig betrübt war die Feuerwehr Röddensen darüber, dass die von ihnen engagierten Schausteller, die mit Schießbude und Karussell gebucht wurden, fest zugesagt hatten, dann aber einfach nicht kamen. Ortsbrandmeister Carsten Thiemann enttäuscht:„Die haben haben am Veranstaltungsmorgen sogar noch angerufen und behauptet sie seien unterwegs. Danach waren sie dann nicht mehr erreichbar.“
Die Feiernden ließen sich davon die Stimmung jedoch nicht vermiesen und bei allen Wettkämpfen, so auch beim anschließenden Kleinfeldturnier der Fußballsparte, hatten alle Spaß in einer tollen Gemeinschaft. Die wurde auch vom TuS-Vorsitzende, Manfred Rust gefördert: Er hatte „Tresendienst“ am Spielfeldrand.
Vier Mannschaften beteiligten sich am Fußballwettkampf: Christian Schiborr vom Tus Röddensen stellte, gemeinsam mit Freunden und Bekannten, die „Herrenhäuser Fußball-Crew“, „TuS & Friends“ war eine weitere Crew des 1. Herren-Torwarts Florian Wilke-Kling, in der auch er seine Freunde mit am Start hatte und die „TuS Allstars“ setzten sich aus einer Spielerauswahl der TuS-Mannschaften zusammen. Auch die „Timo Fighters“ von TuS-Mitglied Timo Lastinger waren dabei.
Auf den ersten Platz beim Kleinfeldturnier kam die Mannschaft „TuS & Friends“, der zweite Rang ging an die „Timo Fighters“, der dritte an die „Herrenhäuser Crew“, und die „TuS Allstars“ landeten auf Platz Vier. Nach dem sportlichen Teil wurde bei einer Vesper ordentlich „gefuttert“, denn schließlich mussten sich die Gäste fit halten für die Party am Abend mit Musik- und Tanzhits von DJ Axel Siemon.
Tanz bis drei Uhr morgens, das Festessen mit Ehrungen, der Schützenumzug mit Musik (gar nicht so einfach zu organisieren bei der Konkurrenz durch das hannoversche Schützenfest) und ein Kaffeetrinken in der Festhalle rundeten das Programm ab.