Neues Arpker Löschfahrzeug mit Blasmusik in Dienst gestellt

Bürgermeister Klaus Sidortschuk (links) überreicht Arpkes Ortsbrandmeister Stefan Buchholz die Wagenschlüssel. Darüber freut sich auch Stadtbrandmeister Jörg Posenauer. (Foto: Horst-Dieter Brand)

Ein Beitrag von Horst-Dieter Brand - Schlüsselübergabe nach mehreren Ausschreibungen und Verögerungen

LEHRTE/ARPKE (hdb). Was Arpkes Ortsbrandmeister „für fast unmöglich gehalten“ hat, ist doch noch Wirklichkeit geworden: Lehrtes Bürgermeister Klaus Sidortschuk übergab Stefan Buchholz die Schlüssel für ein neues Löschgruppenfahrzeug. Bei der Zeremonie mit Blasmusik und Pastorin platzte die Fahrzeughalle aus allen Nähten.
Das veranlasste den Rathauschef zu der launigen Bemerkung: „Es wurden wohl so viele eingeladen, um zu zeigen, dass das Gerätehaus zu klein ist.“ Auch Burgdorfs vorherige Aussage, er habe die Neuanschaffung nach mehreren Ausschreibungen und Lieferschwierigkeiten „für fast unmöglich gehalten“, konterte Sidortschuk mit Humor: „In Lehrte machen wir eben das Unmögliche möglich.“
Was lange währt, werde eben am Ende auch gut.
Damit spielte der Bürgermeister auf immerhin drei Ausschreibungen seit April 2011 an, die schließlich in den Kauf eines LF 10/6 zum stolzen Preis von 194 000 Euro mündeten. Jetzt können künftig neun Feuerwehrkameraden an Bord gehen. Das alte Fahrzeug kann laut städtischer Pressestelle nach 27-jährigem Einsatz jetzt außer Dienst gestellt werden.
Ortsbrandmeister Buchholz schlug bei seiner Ansprache einen historischen Bogen von der 1942 angeschafften Tragkraftspritze, die noch mit Pferden und später mit einem Trecker oder Unimog zum Einsatz kam, über die fortschreitende Motorisierung und das Jahr 1972 mit dem ersten Löschgruppenfahrzeug LF 8/8. Das hatte 1975 seine große Bewährungsprobe bei den verheerenden Waldbränden in der Lüneburger Heide. Das neue LF 10/6 konnte vor etwa vier Wochen beim Hersteller abgeholt werden.
„Was erforderlich ist, wird auch beschafft“, sicherte Sidortschuk den Feuerwehren zu. Er verwies auf ein städtisches Gutachten zur Situation der Brandschützer. Die daraus resultierende Liste müsse regelmäßig überprüft und gegebenenfalls nachjustiert werden. Eins sei aber garantiert sicher: Grundlage für wirkungsvollen Brandschutz in Lehrte sei das ehrenamtliche Engagement der Ortsfeuerwehren.