Neue Luftdruckschießanlage in Lehrte vereint Tradition und Moderne

Die Zeit von Scheiben und Papier ist im Bürgerschützenheim Lehrte vorbei: Die neue elektronische Anlage wurde bei ihrer Einweihung unter anderen vom Landtagsabgeordneten Dr. Hans-Joachim Deneke-Jöhrens (vorn, v.l.) und dem stellvertretenden Lehrter Bürgermeister Burkhard Hoppe sowie als "Schützensenator" vom stellvertretenden Leiter der Stadtverwaltung, Uwe Bee, getestet. (Foto: Dana Noll)
Lehrte: Bürgerschützenheim |

Ein Beitrag von Dana Noll - Bürgerschützen-Gesellschaft weihte neue Anlage ein

LEHRTE (dno). Der Fortschritt hält nun auch Einzug ins Bürgerschützenheim in Lehrte im Hohnhorstweg 8. Unter großem Publikumsinteresse konnte hier die neue elektronische Luftdruckschießanlage eingeweiht werden. Zahlreiche Vereinsmitglieder, Freunde des Schießsports sowie Gratulanten aus Rat und Verwaltung kamen, um ihre Glückwünsche zu überbringen.
„Wir sind stolz, heute unseren jüngsten Erweiterungsbau einweihen zu können“, so der 1. Schriftführer Hans-Jürgen Münzer. In den vergangenen 35 Jahren wurde siebenmal umgebaut oder erweitert, um den 430 Mitgliedern, davon etwa 100 Jungschützen, immer optimale Bedingungen bieten zu können.
Dazu zählten die Arbeiten im Versorgungsraum, in den Stuben, im Küchenbereich oder im Übungsraum für die Musikgruppen sowie das Anbringen einer Pergola im Außenbereich. Nun hat eine der modernsten Schießsportanlagen in einem neuen Anbau seinen Platz gefunden.
Bei 160 Quadratmetern Bodenfläche und 200 Meter verlegten Stromkabeln sowie zehn umgebauten alten Schießböcken gab es, seit Beginn zum Ende März, viel zu tun. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Modern, hell und mit den neuen elektronischen Trefferanzeigen kann hier an zehn Schießständen mit dem Luftdruck- sowie an zwei zusätzlichen Böcken mit dem Lichtpunktgewehr für Kinder und Jugendliche unter zwölf Jahren, trainiert werden.
Durch Eigeninitiative, Zuschüssen vom Landessportbund, der Stadt Lehrte im Rahmen der Sportförderung sowie Spenden konnten die Kosten in Höhe von 120.000 Euro gestemmt werden.
„Wir sind stolz auf die neue Anlage und hoffen, dass hier Jung und Alt Spaß am Schießsport haben“, so der 1. Vorsitzender Claus Reimann. Mit der Digitalisierung hält der Fortschritt hier im Schützenheim Einzug, der auch so gefordert wird. Die Zeit von Scheiben und Papier neigt sich demnach dem Ende zu. Dennoch sollen Werte wie Tradition und Brauchtum aufrecht erhalten werden.
„Die Geselligkeit, die auch zum Schützenwesen zählt, bleibt natürlich erhalten“, so Reimann. Das bewiesen die Gäste, indem sie sich in gemütlicher Runde im Garten des Vereinsheimes zu Kuchen oder Bratwurst trafen. Die Jagdhornbläser sorgten für den musikalischen Rahmen.