Neue Logistikansiedlung mindert den Durchgangsverkehr

Hövers Ortsbürgermeister: Die beste Erschließungsvariante gewählt

SEHNDE/HÖVER (r/kl). Aufgrund eines in Höver verteilten Schriftstückes zum Gewerbegebiet Höver-Nord, sieht sich sich Ortsbürgermeister Klaus Papenberg nun in der Pflicht, sich in einem Offenen Brief mit einigen Richtigstellungen zu Wort zu melden. Papenberg betont darin insbesondere, dass mit dem zurzeit geplanten Logistikstandort für Höver die Chance besteht, den Durchgangsverkehr für Lkw's zu verhindern – ein Ziel, das der Ortsrat seit Jahren verfolge.
Dafür sei bereits der erste Schritt mit der Verschwenkung der Fahrbahn bei der Einfahrt zum Blumenmarkt gemacht worden. Bereits hier sei die Region Hannover mit ins Boot geholt worden, die diese Straßenbaumaßnahme auch durchgeführt habe.
„Das bedeutet, dass der Schwerlastverkehr nach Fertigstellung der neuen Umgehungsstraße, vom Blumenmarkt bis zur Gretlade, definitiv abnehmen wird“, ist sich der Ortsbürgermeister sicher.
„Richtig ist, dass für den Ausbau der B 65 das Planfeststellungsverfahren eingeleitet
wurde, das heißt, auch hier ist etwas in Bewegung. Der Ausbau der B 65 kommt.
Sie war bereits eine Forderung des Ortsrates zur Weltausstellung ,EXPO'", skizziert Klaus Papenberg die Perspektiven.
Bei einer anderen Art der Gewerbeansiedlung bestehe eben nicht die Chance, dass eine Straße durchgängig durch das geplante Gewerbegebiet sofort gebaut werden kann. Das bedeute, dass sich ein Ansiedlungszeitraum von bis zu zehn Jahren und länger hinziehen könne, und eine Verkehrslenkung, bzw. Verkehrsreduzierung nicht gegeben sei.
„Logistik heißt nicht = LKW-Speditionen, sondern Aufgabenübertragung an das Logistikunternehmen zum Einlagern, Kommissionieren, eventuell Endmontagen und anderes. Danach erfolgen Auslieferungen an die Kunden. Es entstehen Arbeitsplätze mit unterschiedlichen Anforderungsprofilen“, so Papenberg.
„Auch in Höver können wir die Zeit nicht anhalten. Der gegenwärtige hohe Lkw-Verkehr wird über die Umgehungsstraße umgeleitet, und fließt nicht mehr durch den Ort. Die Stadtverwaltung hat hierzu bereits Maßnahmen erarbeitet
Über die Ausgleichsmaßnahmen hinaus wird ein Sport- und Naherholungsgebiet
entstehen“, erinnert Papenberg.
Es seien dabei alle gesetzlichen Auflagen zu erfüllen, auch bei den zulässigen Lärmemissionen. „Der Ortsrat wird das eingeleitete Verfahren weiterhin kritisch im Sinne aller BürgerInnen begleiten,“ versichert der Ortsbürgermeister.