Neue Initiative für das Schulleben

Das GLL-Team des Gymnasiums mit drei Elternvertreterinnen, drei Schülervertreterinnen und sieben Lehrkräften; Schulleiterin Silke Brandes (Zweite, von links vorne), Initiatorin Vivian-Isabel Ameling (Dritte, von links vorne). (Foto: Rüdiger Halupczok)

„Gesund Leben Lernen“ am Gymnasium

LEHRTE (r/gg). Das Gymnasium nimmt an dem niedersächsischen Programm „Gesund Leben Lernen“ (GLL) teil. Die Teilnahme ist auf eine Laufzeit von zwei Jahren angelegt. Ziel ist, den „Lern- und Arbeitsort Schule“ dauerhaft zu einer möglichst gesunden Lebenswelt zu entwickeln. Schüler und Lehrer sollen gleichermaßen profitieren. Seit 2003 haben über 250 niedersächsische Schulen an dem Programm teilgenommen.
„Wir freuen uns sehr auf den Start dieses Projekts. Erste Vorstellungen, welche Aspekte gesunder Lebens- und Arbeitsverhältnisse wir als erstes an unserer Schule verwirklichen könnten, gibt es auch schon“, sagt Schulleiterin Silke Brandes.
Beim ersten konstituierenden Treffen des GLL-Teams des Gymnasiums, das aus Lehrern, Schülern und Eltern sowie der Schulleitung besteht, gab es einen perspektivischen Erfahrungsaustausch. Erste Handlungsfelder wurden abgesteckt. Die Initiativgruppe freut sich auf die weitere Zusammenarbeit und lädt weitere Interessierte ein, die sich im weitgestreuten Bereich „Gesundheit“ einbringen möchten.
Bei „GLL“ handelt es sich um ein Kooperationsprogramm zwischen den gesetzlichen Krankenkassen und der Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen. Das Niedersächsische Kultusministerium stellt eine Lehrerstelle für die Programmleitung zur Verfügung. „Die AOK war seit Beginn an GLL beteiligt und stellt auch zukünftig mehr als 20 Präventionsfachkräfte für die Begleitung der Schulen bereit“, beschreibt Carsten Hammler, Geschäftsführer Gesundheitsmanagement Prävention bei der AOK Niedersachsen, das Engagement.
AOK-Präventionsberaterin Christine Scherl aus Hannover weiß, in welchen Bereichen häufig Verbesserungspotenziale schlummern: „Weniger Lärm im Klassenzimmer oder auf den Fluren, ein ausgewogener Pausenimbiss, eine bewegungsfreundlichere Gestaltung des Schulhofes oder ein Rückzugsraum für Lehrer sind nur einige Beispiele. Gemeinsam arbeiten Schüler sowie Lehrer, Hausmeister und Eltern daran, die Lern- und Arbeitsbedingungen gesünder zu gestalten. Unsere Aufgabe besteht hauptsächlich darin, die Steuerungsgruppe und entstehende Gesundheitszirkel zu moderieren.“ Wichtige Ziele sind auch das soziale Lernen und die Gewaltprävention bereits in den unteren Klassen.