Nächster Schritt zur Gesamtkirchengemeinde

Die Kirchenvorstände der beteiligten Gemeinden haben die neue Satzung unterschrieben: Lena Pankau (von links), Richard Scharlemann, Christa Potratz, Hendrik Alberts, Reinhard Kühn, Verena Heuer, Ines Schwierzke und Hinrich Renken. (Foto: privat/Thorsten Leißer)

Kirchenvorstände aus Hämelerwald, Sievershausen, Arpke und Immensen unterschreiben Satzung

Lehrte (r/fh). Die evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden Hämelerwald, Sievershausen, Arpke und Immensen schließen sich ab dem 1. Januar 2022 zur Gesamtkirchengemeinde Lehrter Land zusammen. Bei einer Zusammenkunft in der Arpker Kirche zum Heiligen Kreuz haben die Kirchenvorstände kürzlich die Satzung des neuen Verbunds unterschrieben. Künftig wird dann nur noch ein gemeinsamer Kirchenvorstand die Verantwortung für die Arbeit in den Kirchengemeinden tragen. Aus jedem Ort werden zunächst drei gewählte Vertreter in den Gesamtkirchenvorstand eintreten und die Geschicke bis zur nächsten Wahl 2024 lenken.
Die Gespräche laufen schon seit zwei Jahren, doch nun nimmt die künftige Zusammenarbeit klare Konturen an. "Mit diesem Schritt gehen wir konsequent weiter auf dem Weg der regionalen Zusammenarbeit und sichern so die kirchlichen Angebote in unseren Dörfern“, sagt Reinhard Kühn, Vorsitzender des Kirchenvorstands Sievershausen. Und seine Arpker Kollegin Ines Schwierzke fügt hinzu: „Im Blick auf die Zukunft der Kirche brauchen wir mehr Gemeinschaft. Dafür sind die Voraussetzungen bei uns doch optimal. Denn wir kooperieren schon lange in der Konfirmandenarbeit und haben alle ähnliche Voraussetzungen.“
Auch Hämelerwalds Kirchenvorstandsvorsitzender Richard Scharlemann zeigt sich zufrieden: „Die Rechtsform der Gesamtkirchengemeinde ermöglicht uns eine starke Zusammenarbeit, ohne dabei die Identität der Ortsgemeinden zu verlieren!" Man verlöre dabei nichts und gewinne eine größere Vielfalt an Angeboten. Und Hendrik Alberts, Vorsitzender des Immenser Kirchenvorstands, ergänzt: „Wenn wir die Kirchen im Dorf lassen wollen, müssen wir zukünftig noch mehr über den eigenen Kirchturm hinausschauen. Der ganze Prozess hat uns bisher doch alle sehr ermutigt. Wir sind gemeinsam auf dem richtigen Weg."
Für die zukünftige Gesamtkirchengemeinde ist zudem eine weitere Stellenausschreibung geplant: Nach dem Eintritt der Hämelerwalder Pastorin Iris Habersack in den Ruhestand, dem Abschied von Pastorin Hanna Dallmeier aus Sievershausen im September und der Stellenreduzierung der Arpker Pastorin Anna Walpuski ab November sind die Kirchenvorsteherinnen und -vorsteher zuversichtlich, zum Jahresbeginn 2022 eine ganze Pfarrstelle neu besetzen zu können.
Am Rande der Zusammenkunft in Arpke wurde auch bekannt, dass die vier Ortsgemeinden sich mit der St.-Petri-Kirchengemeinde Steinwedel pfarramtlich verbinden wollen. Entsprechende Beschlüsse würden derzeit in allen betreffenden Vorständen gefasst, berichtet Björn Rohloff, Vorstandsvorsitzender von Sankt Petri, der mit einigen Kollegen des Kirchenvorstandes Steinwedel bei der Satzungsunterzeichnung ebenfalls anwesend war. „Die pfarramtliche Verbindung erleichtert uns die regionale Zusammenarbeit ungemein und sichert die pastorale Versorgung auf einer größeren Fläche für die Zukunft“, so Rohloff.