Mit vereinten Kräften arbeiten

Ideensammlung zur Integration: Im DRK-Haus an der Ringstraße trafen sich Aktive. (Foto: Nele Schallhorn)

Großes Fest für Herbst 2020 angekündigt

LEHRTE (r/gg). Integration ist dann gelungen, wenn zugewanderte Menschen den eigenen Alltag organisieren und im besten Fall für den eigenen Lebensunterhalt sorgen können, wenn sie auch ungeschriebene Regeln in der neuen Umgebung kennen und andere Kulturen einordnen können. Vor allem aber ist Integration dann gelungen, wenn Zugewanderte und Alteingesessene positive Berührungspunkte mit einander haben.
Mit dieser Haltung haben sich rund 50 Teilnehmer auf Einladung der Initiative „Lehrte hilft“ im DRK-Haus an der Ringstraße eingefunden, um gemeinsam zu überlegen, wie Integration in Lehrte gelingen kann. Konkrete Aktionen für das nächste Jahr sollten geplant werden. Unter den Teilnehmern waren Ehrenamtliche von „Lehrte hilft“, dem kurdischen Kulturverein Azadi, der Feuerwehr, Kommunal-Politiker, Mitarbeiter der Stadtverwaltung, Sozialberatung, Polizei, Jobcenter, Kirche und Schule.
So unterschiedlich, wie die Perspektiven der Teilnehmender, waren auch die Ideen, die entwickelt wurden. Sie reichen von Aktionen, die bei der Berufsfindung helfen, über Veranstaltungen, die Eltern das Bildungssystem erklären bis zu Gesprächen zum Kennenlernen unterschiedlicher Religionen. Die Zusammenarbeit über Vereinsgrenzen hinweg soll persönliche Kontakte fördern und Vorurteile abbauen. Beim gemeinsamen Kochen oder Tanzen bietet sich oft erst die Gelegenheit, miteinander in das Gespräch zu kommen. Sprache ist der Schlüssel zum gegenseitigen Verstehen. Jeder, der schon einmal als Erwachsener eine Fremdsprache erlernt hat weiß, dass dieses Unterfangen mühsam ist und lange dauert. Daher ist es nach wie vor wichtig, dass Deutschkurse finanziert und angeboten werden, waren sich die Teilnehmender einig.
Die konkreten Aktionen werden jetzt in kleineren Gruppen ausgearbeitet. Im Herbst 2020 soll es ein großes Fest geben - so der Bericht von Ehrenamtskoordinatorin Nele Schallhorn, Mitarbeiterin der Stadtverwaltung.