Mit ruhiger Hand geschnitten

Feuerwehr hilft bei fest sitzendem Ring

Lehrte (r/gg). Sonntagvormittag leisteten Feuerwehrmänner einer 88-Jährigen in einem Altenheim Hilfe, weil sie ihren Ehering versehentlich auf den Zeigefinger gesteckt hatte, die Finger anschwollen und sie den Ring nicht mehr bewegen konnte. Versuche mit Olivenöl und Seife zu lösen, waren bereits gescheitert. Mit Rücksicht auf die pandemische Lage trafen sich die Einsatzkräfte mit der 88-Jährigen im Außenbereich. Nochmals wurd mit herkömmlichen Mitteln versucht, den Ring zu lösen. Feuerwehr-Sprecher Stephan Keil schreibt: "Dies war aber nicht möglich, so dass wir den Ring mit einer Fräse trennen und aufbiegen mussten. Auch wenn beim ersten Anwerfen der Druckluftfräse mit dem acht Zentimeter großen Trennblatt kurz die Gesichtszüge entglitten, nahm die Betroffene die Situation mit Humor, und so konnte mit ruhiger Hand relativ schnell ein Schnitt gesetzt werden. Im Anschluss wurde der Goldring mit zwei Zangen etwas aufgebogen und so konnte der Ring entfernt werden. Die Erleichterung war nun deutlich sichtbar. Zum Abschluss rieten wir, einen Juwelier aufzusuchen, um prüfen zu lassen, ob der Ring wieder hergestellt werden kann." Im Einsatz war die Ortsfeuerwehr Lehrte mit sieben Einsatzkräften.