Mit gesundem Lokalpatriotismus gefeiert

Ortsbürgermeisterin Heike Koehler (links) freute sich mit den von der Volksbank-Spende begünstigten (von links): Maurice Bähre (Feuerwehr), Bernhard Hebbelmann (TSG), Klaus-Dieter Garms (Ahltener Laienspielgruppe), Anna Maria Müller (Volksbank), Ahltener Musikanten, Franz-Josef Kirse (Rhythm & Flutes), Dirk Lauenstein (Ahltener Musikanten), Andreas Wolf (Schützengesellschaft), Ursula Prüße (Lebendiges Ahlten). (Foto: Gabriele Gosewisch)
 
Ahltener Belange wollen Heike Koehler und Wolfgang Rottwinkel (Verein Megaleise) beim Bahn-Projekt Megahub durchsetzen. (Foto: Gabriele Gosewisch)

Neujahrsempfang des Ahltener Ortsrates ist gesetzt

AHLTEN (gg). Gelegenheit, um die Angelegenheiten in der Ortschaft anzusprechen, gab der Ahltener Ortsrat beim Neujahrsempfang im Landhotel Behre. Ortsbürgermeisterin Heike Koehler und ihr Stellvertreter Jens Jeitner hatten Vertreter der Politik, der Vereine und Institutionen, der Wirtschaft und der Kirche eingeladen und Programm vorbereitet. Grußworte der Stadtverwaltung überbrachte Lehrtes stellvertretender Bürgermeister Burkhard Hoppe. 90 Gäste hörten im großen Saal zunächst einen Gastvortrag. Eckhard Wendt, Geschäftsführer der KLH Kabel- und Leitungsbau GmbH, und Sponsor des Neujahrsempfangs, zeigte das rasante Wachstum der seit zehn Jahren ortsansässigen Firma auf. Mit 80 Mitarbeitern und sechs Azubis ist aus dem sprichwörtlichen Nichts ein bundesweit arbeitender Spezialist für Breitband-Ausbau geworden. Eckhard Wendt erklärte anschaulich die Dimensionen des technischen Fortschritts: Während er selbst als gelernter Elektroinstallateur Ende der 70er Jahre mit einer klassischen kleinen Werkzeugkiste loszog, tun seine Mitarbeiter das nun mit Messtechnik im Wert von 60.000 Euro im prall gefüllten Servicewagen. Impressionen von den jüngsten Projekten rundeten den Vortrag ab und leiteten zu Heike Koehlers Lokalpatriotismus über. Mehrfach betonte sie in ihrem Jahresrückblick die Bedeutung Ahltens als größte Ortschaft Lehrtes. Eingefordert würde daher von der Lehrter Stadtverwaltung mehr als nur das Nötigste. Der Kita-Bau, der Straßenbau, die begleitende Grünplanung oder der Bolzplatz – da sei es zu Verzögerungen und Nachlässigkeiten gekommen, die nicht hingenommen würden. „Der Ortsrat passt auf, zum Wohl von Ahlten“, wiederholte Heike Koehler mehrfach. Offen gebliebene Aktionen, wie die abgebrochene Fluglärm-Messung, würden im Sommer fortgeführt werden. Rechtliche Maßnahmen, um Ahlten vor Lärm und Licht des Megahub-Güterverkehrs zu bewahren, begrüßte sie ausdrücklich. Sie dankte aber nicht nur der weiterhin in dem Thema aktiven Bürgerinitiative, sondern den Ehrenamtlichen in Ahlten, die vom Sport, über Musik und Theater, bis hin zum „Lebendigen Ahlten“ die Lebensqualität für alle Anwohner gestalteten. Mit dem Ausblick auf das Mai-, das Schützen- und das Oktoberfest und den vielen weiteren Terminen im Jahreskalender war ihre Verbundenheit mit Ahlten und ihre pure Vorfreude spürbar. Ihr folgender Aufruf kam entsprechend gut an: „Lassen Sie uns das Jahr wie ein Buch mit 365 Seiten begehen und auf jede Seite etwas Gutes schreiben.“ Mit den folgenden Terminhinweisen seitens der Vereinsvertreter waren sogleich schon einige Kalenderseiten 2019 gefüllt. Während für den Sozialfond der Spendentopf durch die Reihen der Gäste ging, verkündete Anna Maria Müller, Geschäftsstellen-Leiterin der Volksbank Hildesheim-Lehrte-Pattensen, die Ausschüttungen des „hauseigenen Gewinnsparens“, bei dem ein Teil der Kunden-Einlage für den guten Zweck bestimmt sind. Für die Freiwillige Feuerwehr nahm Ortsbrandmeister Maurice Bähre einen symbolischen Scheck entgegen, zudem wurde die TSG-Fußballsparte, die Musikgruppe „Rythm & Flutes“, die Theatergruppe „Die Unverzagten“, die Ahltener Musikanten, die Schützengesellschaft und der Verein „Lebendiges Ahlten“ begünstigt. Mit seiner sehr bodenständigen Interpretation der Jahreslosung „Suche Frieden und jage ihm nach“ (Psalm 34,15) beendete Pastor Henning Runne das Programm des Jahresempfangs. Sein Appell: „Wenn Konflikte entstehen, lassen sie sich lösen, wenn es um die Sache geht und nicht um die persönliche Wahrnehmung. Man muss Fairness walten lassen!“