"Missverständnisse verhindern"

Gepräch in der Kita Drosselweg (von links): stellvertretende Kita-Leiterin Meike Schmundt, Bürgermeister Frank Prüße und Kita-Leiterin Ulrike Wulfes. (Foto: Gabriele Gosewisch)

Bürgermeister Frank Prüße besucht die Kitas

LEHRTE (gg). Mit dem jetzt kalendarisch ausgewiesenen „Tag der Kinderbetreuung“ nahm Bürgermeister Frank Prüße einen symbolischen Anlass wahr, um mit Mitarbeiterinnen in den städtischen Kitas die aktuelle Situation zu erörtern. In der Kita-Drosselweg gab es seitens der leitenden Mitarbeiterinnen wichtige Hinweise. „Hygiene-Regeln sind für uns nichts Neues“, sagte Kita-Leiterin Ulrike Wulfes auf die Frage zur Kita-Öffnung nach der Virus-Warnung. Sowieso sei immer schon täglich gereinigt worden. Türklinken und der sanitäre Bereich seien permanent desinfiziert worden. Sensibel reagiert habe man ebenfalls immer schon auf eine mögliche Erkrankung – sowohl bei den Mitarbeiterinnen, als auch bei den Kindern. „Eltern stehen dann sofort in der Pflicht, ihre Kinder zu Hause zu behalten“, ergänzte Ulrike Wulfes. Und mit den Eltern gebe es jetzt, nach Verängstigung um das Thema Corona, einen hohen Aufwand. Zig Gespräche seien zu führen, um indiviuelle Situationen zu klären. Die Kita-Mitarbeiterinnen seien ebenfalls verunsichert. „Einige waren vom Dienst freigestellt, wussten aber nicht, was dies wirklich bedeutet. Ein missverständlicher Begriff“, sagte Ulrike Wulfes. Ihre Stellvertreterin Meike Schmundt ergänzte: „Es war schwierig, die Dienstpläne zu erstellen. Wer selbst zuhause Kinder zu betreuen hatte, fiel aus. Gleichzeitig haben wir viel für die Kita-Kinder getan, die nicht in die Einrichtung kommen durften. Briefe wurden überbracht, ebenso Geburtstagspakete und vieles mehr.“ Bürgermeister Frank Prüße dankte den Mitarbeiterinnen ausdrücklich für ihr Engagement. In der Kita Drosselweg sind 22 Mitarbeiterinnen beschäftigt, 101 Kinder werden in vier Kita- und in einer Krippen-Gruppe betreut, wenn alles wieder normal läuft. Derzeit läuft zur Aufstockung der Notbetreuung von Tag zu Tag die weitere Platzbesetzung – immer so viel, wie die Sondervorschriften erlauben.