Miersch bei Castorprotesten in Gorleben dabei

Matthias Miersch bei der Übergabe seiner Spende für das Castor-Camp der SPD in Gorleben. (Foto: WK Büro Dr. Miersch)

SPD-Bundestagsabgeordneter kritisiert Atomzeitverlängerung

LEHRTE/SEHNDE/GORLEBEN (r/kl). Der Bundestagsabgeordnete Dr. Matthias Miersch war am vergangenen Wochenende bei den erwarteten heftigen Protesten gegen den Castortransport, der in Lehrte seine Loks wechselte, in Gorleben dabei.
Neben der Großkundgebung am Samstag hat Miersch auch in der Nacht von Sonntag auf Montag die erwartete Ankunft des Castortransportes begleitet. „Ich bin als parlamentarischer Beobachter vor Ort, um gegebenenfalls zwischen Demonstranten und den Einsatzkräften der Polizei zu vermitteln“, so Miersch.
Als umweltpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion hat Miersch in den vergangenen Wochen erlebt, „mit welchen Mitteln die schwarz-gelbe Bundesregierung die Laufzeitverlängerungen durchgepeitscht hat.“ Parlamentarische Beratungen seien schlichtweg umgangen worden, was jüngst auch Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) kritisiert habe. „Auch hiergegen möchte ich mit meiner Teilnahme an den Demonstrationen ein deutliches Zeichen setzen“, so der SPD-Politiker.
Noch immer gäbe es weltweit kein Endlager für die wachsenden Atommüllberge – sogar Bundesumweltminister Norbert Röttgen habe jüngst zugeben müssen, dass eine Eignung Gorlebens in Frage steht. Zudem verhindere die Laufzeitverlängerung den Ausbau der Erneuerbaren Energien.
„Und wir reden über eine Technologie, die im schlimmsten Fall das Leben in unserem Land unmöglich macht“, so Umweltpolitiker Miersch. „Deshalb begrüße ich den zunehmenden Widerstand gegen die rückwärtsgewandte Politik von Union und FDP. Dennoch werde ich alles dafür tun, damit der Protest friedlich abläuft“, so der Abgeordnete.
Mit einer Spende unterstützt Miersch das SPD-Castor-Camp „Wir stellen uns quer“. Das Camp ist im Rahmen des Castortransportes Verpflegungs- und Unterstützungspunkt der SPD und dient es als Dialog- und Informationspunkt.
Weitere Informationen finden Interessierte auf der Homepage des Camps unter www.gorleben-soll-leben.de.