Mehrere Feuer gleichzeitig

Ausgedehnte Schäden sind im Hämeler Wald trotz des schnellen Löscheinsatzes entstanden. (Foto: Stadtfeuerwehr Lehrte)

150 Feuerwehrmänner bekämpfen Waldbrand, Polizei fahndet nach Brandstifter

HÄMELERWALD (r/gg). Am Sonntagabend gegen 19.40 Uhr wurde ein Feuer im Hämeler
Wald zwischen dem Lehrter Ortsteil Hämelerwald und dem Hohenhamelner Ortsteil
Mehrum gemeldet. Alarmiert wurden die Ortsfeuerwehren Sievershausen und Arpke, die Ortsfeuerwehr Hämelerwald, die Ortsfeuerwehr Immensen und die Ortsfeuerwehren Röddensen und Kolshorn. Aus dem Landkreis Peine wurden zudem die Ortsfeuerwehren Mehrum und Hohenhameln sowie ein Tanklöschfahrzeug aus der Kernstadt Peine alarmiert. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte wurden nach einer Erkundung fünf Brandstellen lokalisiert. Die vor Ort eingerichtete Einsatzleitung veranlasste umgehend die Aufteilung in zwei Einsatzabschnitte zur Bereitstellung der Wasserversorgung. Anhand des folglich eingerichteten Pendelverkehrs der Löschfahrzeuge und einer 1.500 Meter Schlauchstrecke zur Wasserversorgung konnte die Brandbekämpfung von zwei Seiten des betroffenen Waldgebietes schnell sichergestellt werden. Im Bereich der Einsatzleitung wurde zudem ein Wasserbassin aufgebaut, aus denen die wasserführenden Löschfahrzeuge gespeist und zum Befahren in das Waldgebiet koordiniert wurden. An den Brandstellen im Waldgebiet wurden sieben Schlauchleitungen zur Brandbekämpfung eingesetzt. Parallel wurde die Drehleiter der Ortsfeuerwehr Hämelerwald am äußeren Rand des Waldgebietes positioniert, um aus der Höhe die aktuelle Gefahren- und Wetterlage zu beobachten und diese in Absprache mit der Einsatzleitung zu beurteilen. Auch die Feuerwehrtechnische Zentrale in Burgdorf unterstützte bei dem Einsatz. Sie lieferte 3.000 Meter Schlauch zum Tausch und der Wiederbeladung der Einsatzfahrzeuge an die Einsatzstelle. Nur durch den schnellen Einsatz und einer hervorragenden Zusammenarbeit der ehrenamtlichen Feuerwehrkräfte aus dem Landkreis Peine sowie den vier Löschzügen aus dem Lehrter Stadtgebiet ist es zu verdanken, dass das Feuer nicht weiter in den Wald zog und sich dort zu einem ausgedehnten Waldbrand entwickelte. Die trockene Vegetation hätte dem Feuer schnell weiteren Aufschub geben können. Insgesamt entstand auf einer Fläche von rund 5.000 Quadratmeter Schaden. Die Polizei geht von Brandstiftung aus und fahndet nach dem Täter. Zeugenhinweise sind erbeten unter der Rufnummer 0511 109 55 55.
Im Einsatz waren insgesamt 150 Einsatzkräfte, ein Rettungswagen sowie mehrere Streifenwagen der Polizei. Der Einsatz dauert bis in die Nachtstunden an - so der Bericht von Feuerwehr-Sprecher Benjamin Rüger.