Mehr Toleranz für Jugendliche

Aktionstag mit Gespräch am 3. September

Lehrte (r/gg). Die Innenstadt, Bushaltestellen oder beispielsweise Parks sind wichtige Aufenthaltsorte, an denen sich die Jugendlichen regelmäßig treffen können. Dort können sie sich weitgehend anonym, kostengünstig und ohne räumliche Einschränkungen mit Gleichaltrigen treffen. Vor dem Hintergrund einer diffusen Angst vor Lärmbelästigung und Vandalismus wird es für Jugendliche allerdings immer schwerer, im öffentlichen Raum akzeptiert zu werden. Immer mehr Reglementierungen und Verbote nehmen den Jugendlichen Plätze, an denen sie sich treffen können. Zudem werden öffentliche Ansammlungen von Gruppen in Zeiten der Corona-Pandemie noch kritischer wahrgenommen. Dadurch ist es für junge Menschen noch schwieriger geworden, sich legal an bestimmten öffentlichen Plätzen aufzuhalten oder zu versammeln.
Mitarbeiter der Stadtverwaltung nehmen den landesweiten Aktionstag „Platz nehmen“ zum Anlass, um auch in Lehrte für mehr Toleranz für Jugendliche im öffentlichen Raum zu werben.
Am Freitag, 3. September, in der Zeit von 16 bis 18 Uhr, ist im Zugangsbereich zum Zuckerzentrum (gegenüber vom Parkhaus, vor Rossmann) ein Austausch zwischen Erwachsenen und Jugendlichen geplant, um bestenfalls ein gegenseitiges Verständnis füreinander zu wecken und um über die sich verschlechternde Situation von Jugendlichen im öffentlichen Raum in das Gespräch zu kommen. Dazu wird es mehrere Mitmachaktionen geben.
Bürgermeister Frank Prüße wird ebenfalls um 16 Uhr vor Ort sein, um mit den Jugendlichen in das Gespräch zu kommen.